Freitag, 28. Juni, ganztägig

Jelena Radosavljevic. Jenseits der Zeit

Ein Angebot von GEDOK Mitteldeutschland e.V.
Ausstellung
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Kupfersaal, Bar/Galerie
„Die Zeit lässt sich nicht zurückdrehen“, sagt Jelena Radosavljevic. „Sie lässt sich auch nicht anhalten. Doch die Erinnerungen an Augenblicke bleiben. Sie können uns in unserem Dasein beeinflussen oder unsere Phantasie prägen.“ In Belgrad geboren, weiß die heute in Leipzig lebende Künstlerin um Vergänglichkeit_en – von Momenten wie Systemen. Künstlerisch begibt sie sich auf die Suche nach der Bewahrung des Augenblicks und überträgt diesen in Öl auf Leinwand.

Die Revolution ist weiblich. Biografieausstellung zum Herbst 1989

Ein Angebot von Archiv Bürgerbewegung Leipzig e.V.
Ausstellung
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Kupfersaal, Bar
Studien- und Bildungsverbote, auch Bespitzelung durch das Ministerium für Staatssicherheit und politische Haft gehörten zum Leben der Aktivistinnen Katrin Hattenhauer, Gisela Kallenbach, Kathrin Mahler Walther, Gesine Oltmanns (damals alle Leipzig), Maria Jacobi und Johanna Kalex (Dresden), Adelheid Liebetrau (Jösnitz bei Plauen), Susanne Hartzsch-Trauer (Zwickau). Dennoch setzten sie sich mit Flugblatt- und Protestaktionen, mit ihrer Arbeit in der Bürgerbewegung und den neuen Parteien für ein freies Leben ein.

Einige der porträtierten Akteurinnen sind zu Gast beim Auftakt #frauenmachengeschichte - Gespräche mit zeitzeuginnen, Freitag, 28. Juni, 10 Uhr, Kupfersaal.

Ausstellungsgespräch mit Saskia Paul (ABL e.V.), 28. Juni, 12 Uhr, Kupfersaal, Bar.

#herstory. Sachsen und seine Akademikerinnen

Ein Angebot vom Gleichstellungsbüro der Universität Leipzig
Ausstellung
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Universität Leipzig, Hörsaalgebäude, 2. OG
Sachsens Universitäten zählen zu den traditionsreichsten. Eine Geschichte, die ohne das Wissen von Frauen nicht denkbar ist. Vor 150 Jahren – noch bevor es ihnen offiziell erlaubt war – forderten sie gegen alle Widerstände ihren Platz in Studium, Forschung und Lehre ein. Auch die späte formale Gleichberechtigung brachte noch lange keine Gleichstellung im Universitätsalltag. #herstory berichtet von Frauen, die die Ersten waren und damit die Produktion von Wissen nachhaltig demokratisierten.

Hört eure Stimme! HÖR-Bar zu Wahlen und Wahlrecht

Ein Angebot der Louise-Otto-Peters-Gesellschaft e. V.
Ausstellung
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Kupfersaal, Bar/Galerie
Bis zur Einführung des Frauenwahlrechts in Deutschland 1918/19 waren Frauen von Demokratie ausgeschlossen. Wie nutzen Frauen heute Möglichkeiten der Partizipation?Im Podcast kommen Frauen unterschiedlicher Generationen und Herkunft zu Wort – mit Zeitzeuginnen von 16 bis 100 plus.

Freitag, 28. Juni, 10 bis 14 Uhr

#frauenmachengeschichte – Gespräche mit Zeitzeuginnen

Ein Angebot von Louise-Otto-Peters-Gesellschaft e.V., Genderbibliothek Berlin, Landesfrauenrat Sachsen, Frauenstadtarchiv Dresden, Genderkompetenzzentrum Sachsen, EAF Berlin
Podium
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Kupfersaal
Vor 30 Jahren kämpften Frauen für Demokratie und veränderten die Republik. In drei Gesprächsrunden berichten Zeitzeuginnen von Alltag und Politik in der DDR, ihrem Werdegang in der Transformation sowie ihrem Engagement heute. Das Publikum kann zwischen den Runden wandern, zuhören und mitdiskutieren.

Runde I: Frauen*leben in der DDR
Mit: Dr. Karin Alexander, Dr. Heike Schimkat, Katrin Wolf, Karin Wieckhorst,
Moderation: Katja Röckel

Runde II: Akteur*innen des Umbruchs
Mit: Katrin Hattenhauer, Gisela Kallenbach, Ute Leukert, Kathrin Mahler Walther, Gerlinde Schermer,
Moderation: Stefanie Lohaus

Runde III: Demokratie unter Druck - "Frauen in die Politik!"
Mit: Sarah Buddeberg, Susanne Köhler, Prof Dr. Ilse Nagelschmidt, Dagmar Neukirch, Diana
Schieback, Fränzi Straßberger, Moderation: Karin Luttmann und Susanne Salzmann
Mit
Dr. Karin Aleksander, u.a. Genderbibliothek Berlin
Dr. Heike Schimkat, u.a. OWEN-Projekt der Genderbibliothek Berlin
Katrin Wolf, u.a. Filia Frauenstiftung
Ute Leukert, u.a. Theologin, Lyrikerin, Frauen für den Frieden Leipzig
Gerlinde Schermer, u.a. Frauen für den Frieden Berlin
Gisela Kallenbach, u.a. Abgeordnete des Sächsischen Landtags a.D. und Europaabgeordnete a.D.o
Kathrin Mahler Walther, u.a. Geschäftsführerin der EAF Berlin
Prof. Dr. Ilse Nagelschmidt, u. a. Professorin für Neuere und Neueste Literatur an der Universität Leipzig
Susanne Köhler, u.a. Fachanwältin für Arbeits- und Familienrecht, Vorstandsvorsitzende des Landesfrauenrat Sachsen e.V.
Katrin Hattenhauer, u.a. Künstlerin und Bürgerrechtlerin
Sarah Buddeberg, u.a. Mitglied des Sächsischen Landtags für DIE LINKE
Dagmar Neukirch, u.a. Mitglied des Sächsischen Landtags für die SPD
Fränzi Straßberger, u.a. Projektleiterin der Fraueninitiative Bautzen e.V., Frauen.Wahl.LOKAL.Oberlausitz.
Diana Schieback, u.a. des. Kreisrätin im Landkreis Bautzen für Bündnis 90/Die Grünen, Frauen.Wahl.LOKAL.Oberlausitz.
Moderation
Katja Röckel, Mrs. Pepstein; Stefanie Lohaus, Journalistin; Karin Luttmann, geschäftsführende Bildungsreferentin des Genderkompetenzzentrum Sachsen, Projektmitarbeiterin des Frauenstadtarchiv Dresden; Susanne Salzmann

Die Revolution ist weiblich. Ausstellungsgespräch

Ein Angebot von Archiv Bürgerbewegung Leipzig e.V.
Vortrag & Gespräch
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Kupfersaal, Bar
Acht Porträts erzählen Lebenswege von Frauen, die die Friedliche Revolution gestalteten. Ein Gespräch über hegemoniale Geschichtspolitiken und die Herausforderungen feministischer Aufarbeitung in der Praxis.
Mit
Dr. Saskia Paul, Archiv Bürgerbewegung Leipzig e.V.
Gerlinde Kämmerer, Louise-Otto-Peters-Gesellschaft e.V.

Wissenschaftliche Wende? Neue Forschungsperspektiven auf Ostdeutschland

Ein Angebot von Louise-Otto-Peters-Gesellschaft e.V. und Digitales Deutsches Frauenarchiv
Podium
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Zeitgeschichtliches Forum Leipzig, Saal
Die DDR als Vorbild für Familien-, Bildungspolitik und Emanzipation? Lange Zeit schien eine differenzierte
oder positive Bezugnahme auf die DDR kaum möglich. Nun betritt eine neue Forscherinnen-Generation die Wissenschaftsbühne. Sie betrachtetdie DDR aus geschlechtergeschichtlicher Perspektive – mit ostdeutschem Hintergrund.
Mit
Kathleen Heft, Kulturwissenschaftlerin & Diversity Trainerin, DeZIM-Institut Berlin
Katja Teichmann, Studentische Frauen*bibliothek Lieselle, Ruhr-Universität Bochum
Dr. Steffi Brüning, Historikerin
Moderation
Jessica Bock, Historikerin, Digitales Deutsches Frauenarchiv

Sexismus benennen: #MeToo in der DDR

Ein Angebot von Archiv GrauZone
Podium
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Zeitgeschichtliches Forum Leipzig, Seminarraum
Sexualisierte Gewalt war in der DDR ein Tabu – und laut der Polizeistatistik sehr selten im Vergleich zu anderen Straftaten. Das dies keineswegs der Realität entsprach, zeigte eine Erhebung der späten 80er Jahre der Frauenteestube Weimar mit 152 Umfragebögen, anonym ausgefüllt von Frauen aus der ganzen DDR. Diese sind Teil der Sammlung GrauZone, die sich im Archiv der DDR-Opposition, geleitet von Rebecca Hernandez Garcia, befinden. Christiane Dietrich, Mitverfasserin der Umfrage, und Rommy Baumann-Sevim, von der Gruppe Frauen für den Frieden, sprechen über sexistische Strukturen in der DDR und Parallelen zu aktuellen Debatten.
Mit
Christiane Dietrich, u.a. Teestube Weimar
Rommy Baumann-Sevim, u.a. Frauen für den Frieden
Rebecca Hernandez Garcia, Leiterin des Archivs der DDR-Opposition
Moderation
Elske Rosenfeld, Künstlerin

Freitag, 28. Juni, 14 bis 18 Uhr

Berolinas zornige Töchter. 50 Jahre Berliner Frauenbewegung

Ein Angebot von FFBIZ – feministisches Archiv
Lesung & Gespräch
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Zeitgeschichtliches Forum Leipzig, Saal
Der Aufbruch der Frauen war eines der nachhaltigsten Ergebnisse der 68er-Bewegung. Im Berliner Westteil entstanden erste Kinderläden, das erste autonome Frauenzentrum, die erste feministische Zeitung und das erste Frauenhaus. Im Ostteil wurde die unabhängige Frauenbewegung eine wichtige Strömung der Friedlichen Revolution 1989 und der Unabhängige Frauenverband eine wichtige Kraft bei der Wiedervereinigung. Annett Gröschner war selbst in der unabhängigen Frauenbewegung der DDR aktiv. In „Berolinas zornige Töchter“ gibt sie Einblicke in die politischen Kämpfe von Frauen.
Mit
Annett Gröschner, Schriftstellerin und Journalistin

Frauen für den Frieden. Eine weltweite Geschichte zwischen Ost und West

Ein Angebot von Louise-Otto-Peters-Gesellschaft e.V. und Digitales Deutsches Frauenarchiv
Vortrag & Gespräch
/
Kupfersaal, kleine Bühne
In den 1980ern waren die Frauen für den Frieden ein wichtiger Teil der europäischen Frauenfriedensbewegung.
Sie organisierten grenzüberschreitende Friedenmärsche und internationale Klimakonferenzen. Die West-Berliner Frauen (u. a. Eva Quistorp, Hildegard von Meier und Ulrike von Wiesenau) arbeiteten seit Anfang der 1980er mit den staatlich unabhängigen Frauen für den Frieden in der DDR zusammen (u. a. Bärbel Bohley, Irena Kukutz, Katja Havemann, Ulrike Poppe).
Mit
Eva Quistorp, Evangelische Theologin, Mitgründerin der Grünen und der Frauen für den Frieden, MdEP a.D.
Ulrike von Wiesenau, Demokratie-Expertin und Konzertorganistin, Frauen für den Frieden und im Vorstand des Instituts für soziale Gegenwartsfragen

Keine Demokratie ohne … feministische Medien!?

Ein Angebot von Louise-Otto-Peters-Gesellschaft e.V. und L.MAG – Das Magazin für Lesben
Podium
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Kupfersaal, große Bühne
1849 gründete Louise Otto mit der Frauen-Zeitung ein wichtiges Sprachrohr der frühen Frauenbewegung. Heute geben vielfältige Magazine, Podcasts, Blogs Raum für feministische, queere und intersektionale Repräsentation_en. Widerstände und Herausforderungen sind damals wie heute groß: Hate Speech, Antifeminismus, rechte Vereinnahmung. Welche medialen Strategien braucht es für eine feministische Zukunft?
Mit
Jenny Luca Renner, ZDF Fernsehrätin*, ARTE Deutschland Beirätin*
Christine Rietzke, FrauenKultur Leipzig, Mitgründerin der ersten autonomen Frauenzeitschrift in der DDR Zaunreiterin
Tarik Tesfu, Netz-Aktivist, Tariks Genderkrise
Felicia Ewert, Autorin, Referentin gegen Transfeindlichkeit
Jeanne F. Schmidt, Das Erotik Magazin, Leipzig
Moderation
Gudrun Fertig, L.MAG – Das Magazin für Lesben

(Un-) Zugehörig? Jüdinnen zwischen Tradition und Feminismus

Ein Angebot von Louise-Otto-Peters-Gesellschaft e.V. und Digitales Deutsches Frauenarchiv
Vortrag & Gespräch
/
Zeitgeschichtliches Forum Leipzig, Seminarraum
Traditionssplitter kennzeichnen bis heute weiblich-jüdische Existenz in Deutschland. Im Mittelpunkt des Vortrages stehen Traditionen und Bewegungen, die Frauen kreiert, verändert und neu interpretiert haben. Jüdische Frauen wie Bertha Pappenheim (1859-1936), Henriette Goldschmidt (1825-1920) oder die erste Rabbinerin der Welt, Regina Jonas (1902-1944), schufen neue Ansätze, deren Kontinuitäten und Brüche bis in die heutige Zeit nachzuzeichnen sind.
Mit
Rabbinerin Esther Jonas-Märtin, Leipzig

Feministische Führung durch „Unsere Geschichte. Diktatur und Demokratie nach 1945“

Ein Angebot der Louise-Otto-Peters-Gesellschaft e.V.
Führung
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Zeitgeschichtliches Forum Leipzig, Foyer
Die neue Dauerausstellung „Unsere Geschichte. Diktatur und Demokratie nach 1945“ des ZFL erzählt vom Entstehen und Scheitern der Deutschen Demokratischen Republik, den revolutionären Umwälzungen und ihren Auswirkungen auf Europa und die Weltpolitik. Was erfahren wir über das Leben von Frauen? Wie ist ihre Teilhabe dargestellt? Ein feministischer Blick auf Public History.

Dauer: 60 Min.
Mit
Gerlinde Kämmerer, Kulturwissenschaftlerin & Gästeführerin, Louise-Otto-Peters-Gesellschaft e.V.

EUROPE IS A WOMAN

Ein Angebot von Louise-Otto-Peters-Gesellschaft e.V. und Digitales Deutsches Frauenarchiv
Performance
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Petersstraße, Ecke Grimmaische Straße
EUROPE IS A WOMAN erinnert an den Einsatz von Frauen in und für Europa. Die mythologische Europa sowie Frauen unterschiedlicher Herkünfte, Epochen und Berufsgruppen berichten als ,lebendige Statuen' von
ihrem Leben. Hingehen, stehen bleiben und hören, was sie erzählen!
Mit
Theater Eumeniden

„Leipzig!!! ... HERE I AM.“ Ethel Smyth (1858-1944). Eine eigensinnige Britin in Leipzig

Ein Beitrag des Archiv Frau und Musik
Vortrag & Gespräch
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Kupfersaal, große Bühne
Komponistin, Sufragette, Autorin, Dirigentin – Ethel Smyth war unangepasst, selbstbewusst und lesbisch.
Als enge Vertraute der Suffragette Emmeline Pankhurst schuf sie der Frauenbewegung mit dem March of
the Women eine unvergessene Hymne. Marleen Hoffmann taucht in Leben und Werk der Komponistin ein, die zwischen 1877 und 1888 überwiegend in Leipzig lebte. Am Piano komplettiert Kyra Steckeweh die Einführung mit Smyths Sonate Nr. 2 in cis-Moll, die erstmals 1878 am Leipziger Konservatorium uraufgeführt worden ist.
Mit
Dr. des. Marleen Hoffmann, Musikwissenschaftlerin, Archiv Frau und Musik Frankfurt/Main
Kyra Steckeweh, Pianistin, Leipzig

Oral Her*story als feministische Praxis

Ein Angebot von FFBIZ – feministisches Archiv und Spinnboden Lesbenarchiv und Bibliothek
Vortrag & Gespräch
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Universität Leipzig, Seminarraum 202
Erzählungen von Zeitzeug*innen sind wertvoller Teil feministischer Bewegungsgeschichte. Erzählte Geschichte_n zu bewahren, ist aber kein einfaches Unterfangen. In einem Werkstattgespräch berichten wir aus Oral-Her*story- und Interviewprojekten: Welche Chancen ergeben sich aus der Befragung von Zeitzeug*innen zur Geschichte der Frauen*bewegungen? Was müssen wir beachten, wenn wir die Geschichten von Feminist*innen – auch im Netz – sichtbar machen wollen?

Mit Interview-Ausschnitten mit feministischen Aktivist*innen, die in den Projekten „,Friedliche Revolution‘? Lesbisch-feministische Perspektiven auf 1989“ und „Berlin in Bewegung“ (https://berlin-in-bewegung.de/) entstanden sind.
Mit
Lena Kühn, FFBIZ
Friederike Mehl, FFBIZ
tba, Frauenstadtarchiv Dresden
Moderation
Lara Ledwa, Historikerin

Erwerbs- und Sorgearbeit im Umbruch. Frauen organisieren sich

Ein Angebot der Feministischen Bibliothek MONAliesA Leipzig
Podium
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Universität Leipzig, Seminarraum 203
Der politische und ökonomische Umbruch 1989/90 stellte das Leben von Frauen auf den Kopf. Das in der DDR erprobte Babyjahr wurde nach 1990 vom dreijährigen Erziehungsurlaub abgelöst, sichere Arbeitsverhältnisse aufgekündigt und Kinderbetreuung mehr und mehr zur Privatangelegenheit. Die veränderten Lebensumstände brachten viele Herausforderungen für Frauen mit sich. Angelika Fischer, Marion Ziegler und Raymonde Will berichten von dieser spannungsreichen Zeit und der ostdeutschen Frauenbewegung, die noch im Umbruch neue Netzwerke und Räume schuf.
Mit
Angelika Fischer, u.a. Initiatorin des Netzwerkes Frauen und Beruf
Raymonde Will, u.a. Mitbegründerin des Mütterzentrums Leipzig
Marion Ziegler, u.a. Fraueninitiative Leipzig, Stadtverordnete des UFV in der Fraktion Bündnis 90/Grüne/UFV von 1990-1994
Moderation
Pia Marzell, Historikerin, MONAliesA Leipzig

„Die Mauer ist uns auf den Kopf gefallen.“ Women of Color und ihre Perspektiven auf den Mauerfall

Ein Angebot von FFBIZ – feministisches Archiv und Spinnboden - Lesbenarchiv und Bibliothek
Film & Gespräch
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Kupfersaal, kleine Bühne
Fünf Feminist*innen of Color sprechen über ihren politischen Aktivismus gegen Rassismus und Sexismus. Dabei nehmen sie Bezug auf die Zeit der deutschen Wiedervereinigung. Wie haben sie den tiefgreifenden politischen Wandel und den anschließenden Anstieg rassistischer Gewalt erlebt? Eine dokumentarische Spurensuche.

Film (ca. 40 Min.) und im Anschluss Gespräch mit Diane Izabiliza und Iman Al Nassre.
Mit
Diane Izabiliza, Regisseurin und Produzentin
Iman Al Nassre, Co-Autorin
Moderation
Ilanga Mwaungulu, Anne Frank Zentrum

Entfällt: Feministischer Film in Ost und West: Tamara Trampe und Claudia von Alemann im Gespräch

Ein Angebot von Pro Quote Film
Podium
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Zeitgeschichtliches Forum Leipzig, Saal
Die Filmemacherin Claudia von Alemann, erste Generation feministischer Filmemacherinnen in der BRD, und Tamara Trampe, bis 1990 Dramaturgin bei der DEFA und eine der Großen des deutschen Dokumentarfilms, im Gespräch: Wie war die Situation von Filmmacherinnen in Ost und West? Wie ist die Situation vor und hinter der Kamera heute?
Mit
Claudia von Alemann, Filmregisseurin und Professorin
Tamara Trampe, Regisseurin und Drehbuchautorin
Moderation
Barbara Rohm, Mitbegründerin und Vorstand von Pro Quote Film

Medienfrauen im Gespräch über Stereotype ,Ost' und ,West'

Podium
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Zeitgeschichtliches Forum Leipzig, Seminarraum
Teilt sich Deutschland 30 Jahre nach Maueröffnung noch in Ost und West? Gibt es sie, die typische ,Ostfrau' und die typische ,Westfrau'? Und wie ist die Situation für weibliche Film- und Medienschaffende? Wir gehen der Frage nach, mit welchen Widerständen und stereotypen Zuschreibungen sie zu kämpfen haben.

Zu Beginn erläutert Barbara Rohm strukturelle Benachteiligungen von Frauen in der Film- und Fernsehbranche und zeigt auf, welche Veränderungen nötig sind, damit sich das kreative weibliche Potential entfalten kann. Im anschließenden Gespräch mit Romina Stawowy, die im Frühjahr die erste femMit-Medienkonferenz in Leipzig organisiert hat, wagen die beiden Medienfrauen eine Bestandsaufnahme, was uns in den verschiedenen Teilen des Landes verbindet oder auch unterscheidet und wie sich das in den medialen Bildern spiegelt.
Mit
Barbara Rohm, Regisseurin und Fotografin, Mitbegründerin und Vorstand Pro Quote Film, Vorstand der Themis Vertrauensstelle gegen sexuelle Belästigung und Gewalt
Ronima Stawowy, Initiatorin der »femMit – Konferenz für mehr Frauen in Medien und Politik« in Leipzig im April 2019 und Geschäftsführerin der Agentur STAWOWY in Dresden und Herausgeberin der Zeitschrift Funkturm

Künstlerinnengespräch mit Jelena Radosavljevic

Ein Angebot von GEDOK Mitteldeutschland e.V.
Podium
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Kupfersaal, Bar/Galerie
Im Rahmen der Ausstellung Jenseits der Zeit

Alles scheint vergänglich: Staaten, Systeme, die Zeit an sich. Doch gilt dies auch für Heimat, Identität und Erinnerungen? Wie kann Vergängliches bewahrt werden und welche Rolle spielt dabei der eigene Blick als Frau, Künstlerin, Feministin? Geboren in Belgrad, kam Jelena Radosavljevic über die Zwischenstation Berlin nach Leipzig, wo sie seit 2007 lebt und arbeitet. Brigitte Blattmann im Gespräch mit der bildenden Künstlerin.
Mit
Jelena Radosavljevic, Malerin
Moderation
Brigitte Blattmann, GEDOK Mitteldeutschland e.V.

Freitag, 28. Juni, ab 18 Uhr

FRAUEN – BAUHAUS – FRAUEN. Gegen die Unsichtbarkeit

Ein Angebot von Louise-Otto-Peters-Gesellschaft e.V. und Digitales Deutsches Frauenarchiv
Performance
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Universität Leipzig, Seminarraum 202
Gunta Stölzl, Benita Koch-Otte, Ida Kerkovius, Else Mögelin, Marianne Brandt, Otti Berger oder Gertrud Arndt kamen als ausgebildete und studierte Künstlerinnen an das Bauhaus. Die Geschlechterpolitik der Schule war jedoch wenig avantgardistisch, Frauen wurden auf die Weberei verwiesen. Die szenische Lesung zeigt ihr Leben und Wirken.

Dauer: ca. 60 Minuten
Idee/Text/Umsetzung: Susanne Hocke & Nadin Kretschmer
Mit
Susanne Hocke, Schauspielerin, Regisseurin, Bochum
Nadin Kretschmer, Schauspielerin, Chemnitz

Raus aus dem Versteck! Вон из укрытия! Eine lesbische Hommage an 30 Jahre Maueröffnung

Ein Angebot von Louise-Otto-Peters-Gesellschaft e.V. und Digitales Deutsches Frauenarchiv
Film & Gespräch
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Zeitgeschichtliches Forum Leipzig, Saal
Zwei Filme aus der Aufbruchstimmung nach der Perestrojka in St. Petersburg
Im Anschluss Gespräch mit Natalja Sharandak.

Aufgewachsen in der Breschnew-Ära lebten zahlreiche Lesben* der ehemaligen Sowjetunion Anfang der 1990er Jahre ihr Coming-out. Der erste CSD in St. Petersburg wurde 1992 drei Tage lang gefeiert. Begleitet von Berliner Aktivist- und Künstler*innen war er Auftakt eines russisch-deutschen Kulturaustausches von LGBTTQIs. Die offene Atmosphäre dieser Tage nahm vielen russischen Lesben die Angst vor dem Licht der Öffentlichkeit und sie waren zu Interviews bereit. Entstanden sind zwei Filme aus der Bewegung über die Bewegung.

„an die freundinnen“
von Natalja Sharandak (Buch, Regie) & Katrin Keller (Kamera), Deutschland/Russland, 1993, 56 Min. Erste Doku über Leben und Schicksal lesbischer Frauen in der ehemaligen Sowjetunion.

„Weiße Nächte in Hellblau und Rosa“, Teil I.
von Mahide Lein & Dorothea Etzler, Deutschland, 1997, 20 Min.
Doku über den 1. Christopher-Street-Day in St. Petersburg, 1992.
Mit
Natalja Sharandak, Aktivistin, Autorin und Regisseurin

Buchpräsentation: Schwarzer Feminismus. Grundlagentexte

Ein Angebot von Louise-Otto-Peters-Gesellschaft e.V. und Digitales Deutsches Frauenarchiv
Lesung & Gespräch
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Universität Leipzig, Seminarraum 203
Diese bahnbrechende Publikation von Natasha Kelly dokumentiert die intersektionale Theorie-Tradition Schwarzer Feminist*innen anhand ausgewählter Texte von Sojourner Truth, Angela Davis, The Combahee River Collective, bell hooks, Audre Lorde, Barbara Smith, Kimberlé Crenshaw und Patricia Hill Collins in deutscher Erstübersetzung.
Mit
Dr. Natasha A. Kelly, u.a. Publizistin, Soziologin, Filmemacherin und Aktivistin

„Ohne Frauen keine Demokratie!“ Podiumsdiskussion mit Juliane Seifert, Petra Köpping, Samirah Kenawi, Anetta Kahane und Anne Wizorek

Ein Angebot von Louise-Otto-Peters-Gesellschaft e.V. und Digitales Deutsches Frauenarchiv
Podium
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Kupfersaal, große Bühne
„Ohne Frauen keine Demokratie“ ist eine zentrale Forderung der Frauenbewegungen – auch in Sachsen: Hier forderte Louise Otto-Peters (1819-1895) das Frauenwahlrecht. Hier gingen Bürgerinnen vor 30 Jahren für Demokratie auf die Straße. Im Aufbruch 1989 artikulierten sich auch Frauen- und Lesbenbewegungen. Die ‚Wende‘ wurde zum ,patriarchalen Geschäft‘. Ostdeutsche Frauen verloren Selbstverständlichkeiten wie Erwerbsarbeit oder ein liberales Recht auf Abtreibung. Und heute? Noch immer erleben Frauen Benachteiligungen. Was können nachfolgende Generationen von den bewegten ostdeutschen Frauen lernen? Was gehört heute auf die feministische Agenda? Welche Antworten hat sie auf antidemokratische Kräfte?
Mit
Juliane Seifert, Staatssekretärin im Bundesfrauenministerium
Petra Köpping, Sächsische Staatsministerin für Gleichstellung und Integration
Samirah Kenawi, Gründerin des Archivs GrauZone
Anetta Kahane, Vorsitzende der Amadeu Antonio Stiftung
Anne Wizorek, Initiatorin der Kampagne #aufschrei
Moderation
Karen Taylor, politische Referentin für Menschenrechte am Bundestag

Lesung & Konzert: Uschi Brüning präsentiert „So wie ich“

Ein Angebot von Louise-Otto-Peters-Gesellschaft e.V. und Digitales Deutsches Frauenarchiv
Performance
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Kupfersaal, große Bühne
„Ella Fitzgerald aus Leipzig“ titelte DIE ZEIT über die große Jazz- und Soulsängerin Uschi Brüning. Nun erzählt die Musikerin erstmals von ihrem Leben in der DDR, den Konfrontationen mit dem SED-Regime und warum sie dennoch nie die Ausreise in den Westen erwogen hat. Mit Manfred Krug feiert Uschi Brüning ihre ersten Bühnenerfolge. Sie gründet eine eigene Band, will sich als Frau im Jazz behaupten. Überhaupt ist Jazz die geduldete Nische, in der sich auch politisch Unangepasste relativ zwanglos zusammenfinden können. „So wie
ich“ ist eine außergewöhnliche Reise in die ehemalige DDR, ihre Musikszene und das bewegte Leben der Uschi Brüning.

Begleitet wird Uschi Brüning am Piano von Lukas Natschinski.

Samstag, 29. Juni, 11 bis 14 Uhr

Feministisch europäisch gegen Rechts. Musik & Talk mit Sookee, Jiřina Šiklová, Anna Miler u.v.m.

Ein Angebot von Louise-Otto-Peters-Gesellschaft e.V. und Digitales Deutsches Frauenarchiv in Kooperation mit FraGes der Universität Leipzig
Performance
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Leipziger Marktplatz
Die Friedlichen Revolutionen brachten den postsozialistischen Ländern demokratischen wie europäischen Aufbruch. 30 Jahre später sind Demokratie und das Projekt Europa herausgefordert. Mit Blick auf die Landtagswahlen in Sachsen, den Rechtsruck und erstarkenden Antifeminismus in zahlreichen europäischen Ländern stehen Feminist*innen für ein vielfältiges und demokratisches Europa ein.

Im Anschluss startet vor Ort das 3. Leipziger Frauen*Festival „Clara & Louise“ (Infos unter: www.leipzigerfrauenfestival.de)
Mit
Sookee, Rapmusikerin, Berlin
Anna Miler, Aktivistin, Metropolitanka, Universität Danzig
Jiřina Šiklová, Soziologin und Bürgerrechtlerin, Mitbegründerin des Zentrums für Gender Studies Prag
Rana, feministische Aktivistin* in Görlitz, Mitgründerin* des Kollektivs „aus‘m F:f“
Initiative Lesben gegen Rechts, Leipzig
Regenbogenstaub, DJ, Leipzig
Moderation
Moderation und Übersetzung: Anna Artwinska und Matteo Colombi, Institut für Slavistik, Universität Leipzig