Politisch, solidarisch und doch streitbar:

Das ist die Feministische Sommeruni 2018!

In über 60 Vorträgen, Workshops und Diskussionen geht es um bewegte und bewegende Frauen- und Lesbengeschichte(n) – von der Ersten über die Neue Frauenbewegung bis hin zu aktuellen queer-feministischen Debatten. Vom Tomatenwurf bis zum Cyberfeminismus, von Kampagnen gegen §218 bis zur Reform des Sexualstrafrechts, über die Frauenhausbewegung bis zur Realität jüdischer lesbischer Frauen: Wo gibt es Unterschiede, was verbindet?

Die feministische Sommeruni bietet eine Plattform, unterschiedliche Strömungen der Frauen- und Lesbenbewegung zu erinnern, vorzustellen und zu diskutieren.

Ausgangspunkt bilden die Archive, Bibliotheken, Dokumentationsstellen der Frauen- und Lesbenbewegungen. Somit schlägt die Sommeruni 2018 Bögen von Bewegungsgeschichte zu aktuellen politischen Fragen, von Archiv-Beständen zu heute aktuellen Themen. Und alle sind dabei herzlich willkommen: Ob feministische Blogger*innen, Aktivist*innen der autonomen Szene oder Gleichstellungsbeauftragte; ob Studierende, Lehrende oder Medien- und Kulturschaffende; ob akademisch oder aktivistisch – oder die, die es einmal werden möchten –, alle feministisch Interessierten sind eingeladen, sich zu informieren, zu begegnen und miteinander auszutauschen.

Idee

Die feministische Sommeruni 2018 ist Teil der mehrtägigen Feierlichkeiten zur Eröffnung des Digitalen Deutschen Frauenarchivs, kurz DDF. Seit 2016 entwickelt der i.d.a.-Dachverband ein Online-Portal, um Teile der analogen Bestände aus feministischen Archiven, Bibliotheken und Dokumentationsstellen für alle digital verfügbar zu machen.

Am 13. September 2018 geht das DDF-Portal online. Aus diesem Anlass lädt der i.d.a.-Dachverband zusammen mit seinen Mitgliedseinrichtungen am 15. September 2018 nach Berlin.

Das DDF mit einer feministischen Sommeruni zu eröffnen, ist ein bewusster Anschluss an eine in den 1970er Jahren entstandene feministische Tradition. Nach dem Vorbild der amerikanischen Women‘s Studies fanden in den Jahren 1976 bis 1983 auch in West-Berlin Frauen-Sommeruniversitäten statt. Feministische Aktion und Wissensproduktion wurden hier aus der Bewegung heraus gemeinsam und selbstbestimmt gestaltet. Diese Form feministischen Netzwerkens auch im Jahr 2018 aufzugreifen und zeitgemäße Schwerpunkte zu setzen sowie Lücken zu füllen, wie u.a. auch die Auseinandersetzung mit der Frauen- und Lesbenbewegung in der DDR, bietet eine geeignete Form, konstruktiv Geschichte und Zukunft von Feminismen zu diskutieren.

Veranstalter*in

Organisiert wird die Sommeruni von der DDF-Geschäftsstelle, dem i.d.a.-Dachverband und seinen Einrichtungen. Gemeinsam zeigen und bewahren sie Lesben- und Frauengeschichte und fungieren damit als Gedächtnis und lebendige Zentren von Bewegungen sowie von Frauen- und Geschlechterforschung.

Viele Einrichtungen beteiligen sich mit eigenen Veranstaltungen an der Sommeruni und geben damit auch Einblicke in die tägliche Arbeitspraxis der Dokumentation von Lesben- und Frauenbewegung.

Die Einrichtungen arbeiten im Dachverband eng vernetzt zusammen und ergänzen sich in Bezug auf Bestände und Schwerpunkte. Häufig verfügen sie über einzigartige Materialien. Seit 2015 können die Bestände der i.d.a.-Einrichtungen mit dem META-Katalog, der Suchmaschine zu Frauenbewegungen, vernetzt durchsucht werden. Das neue Digitale Deutsche Frauenarchiv ist nun eine Erweiterung des Angebotes des i.d.a.-Dachverbandes, um die eigenen Bestände auch online verfügbar zu machen.

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Programm

Viele der 40 i.d.a.-Einrichtungen haben zur feministischen Sommeruni Veranstaltungen entwickelt. Entstanden sind zudem zahlreiche Kooperationen mit Organisationen wie u.a. dem Deutschen Frauenrat, dem Deutschen Historischen Museum oder dem Gunda-Werner-Institut, die eigene Veranstaltungen gestalten. So finden am Samstag, dem 15. September 2018, über 60 Workshops, Diskussionen, Filme u.v.m. zu unterschiedlichsten Themen statt.

Fünf Überschriften strukturieren das breite Angebot: „100 Jahre: Endlich gleiche Rechte!?“, „Schätze heben“, „Vorbilder“, „Vom Archiv zur Aktion“ sowie „Zukunft braucht Vergangenheit“.

Zum Programm

Auftakt

Freitag, 14. September 2018, ab 20 Uhr

Kulturangebot am Vorabend der feministischen Sommeruni 2018

Ort wird noch
bekannt gegeben

Feministische Sommeruni 2018

Samstag, 15. September 2018, von 10 bis 21.30 Uhr

über 60 kostenfreie Angebote von Ausstellung bis Workshop

Humboldt-Universität zu Berlin Campus Mitte, Dorotheenstr. 24/ Unter den Linden 6, 10117 Berlin

Ausklang

Sonntag, 16. September 2018, ab 11 Uhr

Tipps für Führungen zu Lesben- und Frauenbewegungsgeschichte

Orte und Uhrzeiten werden hier kurzfristig bekannt gegeben

Partner*innen

Die feministische Sommeruni 2018 wird gefördert von
Medienpartner*innen
Die feministische Sommeruni 2018 wird gefördert von
Medienpartner*innen
Kooperationspartner*innen

Ort & Kontakt

Projekt "Feministische Sommeruni 2018"
Organisation
Susanne Diehr, Steff Urgast
Telefon

Humbold-Universität zu Berlin
Campus Mitte
Unter den Linden

Alle Orte, konkreten Räume sowie eine Anfahrtsskizze sind ab August 2018 hier zu finden.

Alle Veranstaltungsorte sind mit dem Rollstuhl erreichbar und verfügen über rollstuhlgerechte Toiletten.