Von der Ausnahme zur Alltäglichkeit. Frauen an der Universität Unter den Linden

Ein Angebot der Humboldt-Universität zu Berlin
Ausstellung
ganztägig
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Foyer, Unter den Linden 6
Die Ausstellung (von 1999/2000) zeigt auf 30 Tafeln die Geschichte des Frauenstudiums von den ersten Gasthörerinnen an der Friedrich-Wilhelms-Universität bis zur Einrichtung des republikweit ersten Magisterstudiengangs Geschlechterstudien/Gender Studies an der Humboldt-Universität im Wintersemester 1997/1998 sowie akademische Lebensläufe von Wissenschaftlerinnen im Zeitraum von 1895 bis zur Jahrtausendwende.

„Wir haben sie noch alle!“

Ein Angebot des FFBIZ - das feministische Archiv
Ausstellung
ganztägig
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Dorotheenstraße 24, Foyer 5.OG
Das FFBIZ – das feministische Archiv wird in diesem Jahr 40 und feiert dies mit einer Ausstellung. Es werden kontroverse und kuriose Objekte aus 40 Jahren Archivgeschichte vorgestellt, die die Vielfalt feministischer Themen und Spannbreite des Materials zeigen: von der Frauengesundheit bis zum jüdischen Feminismus, vom Mösenhut bis zum Tonband. Die Ausstellung gibt Einblick in eine Bewegung, die noch immer quicklebendig ist.

Die Ausstellung wird gefördert von der Berliner Landeszentrale für politische Bildung.

MAHIDE's CAFÉ-BAR

Ein Angebot von Mahide Lein/Ahoi Kultur
Performance
ganztägig
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Hegelplatz
"Unter dem Pflaster wachsen Rosen": Treffen, austauschen, vernetzen bei MAHIDE's CAFÉ-BAR mit kleinen Snacks und kalten Getränken zwischen 11 und 20 Uhr.

Die Pionierinnen der Neuen Frauenbewegung

Ein Angebot des FMT – Der FrauenMediaTurm, Feministisches Archiv und Spezialbibliothek Köln
Ausstellung
ganztägig
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Löwen-Lounge, Unter den Linden 6
Sie waren die Pionierinnen der 1970er Jahre. Sie demonstrierten, initiierten Projekte, mischten mit spektakulären Aktionen das Land auf. Für das Oral-HerStory-Projekt von Chantal Louis (Text) und Bettina Flitner (Bild) erinnern sich Protagonistinnen der autonomen Frauenbewegung in Westdeutschland und Berlin an den Aufbruch. Erstmals werden Auszüge aus Interviews als Video-Installation gezeigt. Außerdem werden Fotos aus der Zeit des Aufbruchs großflächig projiziert. Frauen gemeinsam sind stark!

100 Jahre: Endlich gleiche Rechte!?

Unterschiedliche Rechte – Unterschiedliche Leben?! Frauen* in der DDR und in der BRD von 1949-1989 (für Frauen*)

Ein Angebot des Frauenstadtarchivs Dresden in Kooperation mit dem Genderkompetenzzentrum Sachsen und dem Landesfrauenrat Sachsen e.V.
Erzählcafé
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Raum 1.504
Zwei deutsche Staaten: Die beiden Rechtssysteme hatten unterschiedliche Folgen für das Leben von Frauen*. Wie hat sich das auf den Alltag der Frauen* ausgewirkt? Das wollen wir mit Ihnen und den Referentinnen in unserem Erzählcafé diskutieren. Lassen Sie uns ins Gespräch kommen! Dabei betrachten wir den Zeitraum von 1949-1989.

Begrenzte Teilnehmerinnen*zahl: 16. Das Erzählcafé richtet sich an Frauen*.
Mit
Susanne Köhler, Fachanwältin für Arbeits-und Familienrecht, Vorstandsvorsitzende des Landesfrauenrats Sachsen e.V.
Prof.in Dr.in Ilse Nagelschmidt, Professorin für Neuere und Neueste Literatur an der Universität Leipzig, Direktorin des Zentrums für Frauen- und Geschlechterforschung
Dr.in Gisela Notz, Historikerin und Sozialwissenschaftlerin, 1985-1997 Mitherausgeberin der Zeitschrift beiträge zur feministischen theorie und praxis, Herausgeberin des Kalenders Wegbereiterinnen
Moderation
Karin Luttmann, geschäftsführende Bildungsreferentin des Genderkompetenzzentrums Sachsen und Susanne Salzmann, Projektmitarbeiterin des Frauenstadtarchivs Dresden

Die „HÖR-Bar“ zum langen Weg zur Demokratie für alle – 100 Jahre Frauenwahlrecht in Deutschland

Ein Angebot der Louise-Otto-Peters-Gesellschaft e. V.
Präsentation
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Dorotheenstraße 24, 5. Etage, Flur
Bis zur Einführung des Frauenwahlrechts in Deutschland 1918/19 waren Frauen faktisch von demokratischer Partizipation und Gleichberechtigung ausgeschlossen. Wie nutzen Frauen heute Möglichkeiten der Partizipation und Gleichberechtigung? Unter dem Motto „Gebt uns Eure Stimme!“ lassen wir Frauen unterschiedlichster Generationen und Herkunftshintergründen in einem Podcast zu Wort kommen. Als Ergänzung präsentieren wir hörbare Frauenporträts von Pionierinnen aus den vergangenen 100 Jahren.

Die "HÖR-Bar" ist von 11 bis 15 Uhr eingerichtet.
Mit
Dr. Sandra Berndt, Kultur- und Literaturwissenschaftlerin, Vorsitzende der Louise-Otto-Peters-Gesellschaft e. V. (LOPG)
Katja Röckel, Medienpädagogin, Mitarbeiterin der Hörfunk- und Projektwerkstatt Leipzig e. V. (HUP)

Abtreibung und reproduktive Autonomie für Frauen* als Menschenrecht

Ein Angebot des Gunda-Werner-Instituts für Feminismus und Geschlechterdemokratie
Podium
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Raum 1.103
Wir werden die Strategien der „Lebensschutz“-Bewegung erörtern und diskutieren, wie reproduktive Selbstbestimmung als Menschenrecht in einem gesellschaftlichen Konsens verankert werden kann. Das Recht auf Abtreibung und die reproduktive Autonomie für Frauen* zu erstreiten, ist vor allem auch eine Arbeit an der Wissensbildung. Es diskutieren Vertreter*innen aus verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen wie Beratung, Politik, medizinisches Studium und sexualpädagogischer Bildung.
Mit
Alicia Baier, MSFC
Dinah Riese, taz (angefragt)
Prof. Dr. Andrea Büchler, Universität Zürich (angefragt)
Stephanie Schlitt, unabhängige Expertin, Beraterin der WHO
Ulle Schauws MdB
Moderation
Peggy Piesche, Referentin für Feminismus im Gunda-Werner-Institut

1918/19 – alles Revolution? Politik in Tagebüchern von Frauen

Ein Angebot der Sammlung Frauennachlässe am Institut für Geschichte der Universität Wien
Workshop
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Raum 1.307
Wie haben Frauen die politischen Veränderungen 1918/1919 erlebt und dokumentiert? Was haben sie darüber in ihren Tagebüchern geschrieben – und war dabei auch das Frauenwahlrecht ein Thema? Dazu werden die Aufzeichnungen von sechs Frauen aus Wien befragt, zwei von ihnen waren prominente Frauenrechtlerinnen, eine auf lokalpolitischer Ebene aktiv. Mit diesem pointierten Blick in die Vergangenheit stellen sich auch allgemeine Fragen der wissenschaftlichen Beschäftigung mit Selbstzeugnissen.
Mit
Li Gerhalter, Betreuerin der Sammlung Frauennachlässe am Institut für Geschichte der Universität Wien und freie Historikerin sowie Redakteurin des feministischen Ankündigungs-Weblogs „Salon 21“

Frauenwahlrecht international

Ein Angebot der Frauen*solidarität, Wien
Workshop
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Raum 1.506
Der Workshop nimmt politische Partizipationsrechte aus feministisch internationaler Perspektive in den Blick. Hinterfragt wird, wie sich die Teilhabe von Frauen an formaler politischer Macht im Nord-Süd-Verhältnis entwickelt hat. Welche Möglichkeiten der Partizipation bestehen? Über verschiedene Zugänge nähert sich der Workshop diesen Fragen an, u.a. über die Präsentation der Zeitschrift Frauen*solidarität zum Schwerpunkt „Wahlen und politische Partizipation“.
Mit
Lydia Jammernegg, Historikerin und Bibliothekarin bei Frauen*solidarität und Ariadne
Rosa Zechner, Historikerin und Bibliothekarin bei Frauen*solidarität

Der Weg der Kompromisse als Weg des Misstrauens gegenüber den Frauen?

Die Neuregelung des Schwangerschaftsabbruchs: Rückblick und Ausblick - Ein Angebot der FernUniversität in Hagen
Podium
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Hörsaal 2094
Die derzeitigen Debatten um Schwangerschaftsabbruch in Deutschland bezeugen ein großes Misstrauen gegenüber weiblicher Autonomie und Entscheidungsfähigkeit. Statt die Versorgungssituation den Bedürfnissen der Frauen anzupassen, wird pauschal der Schutz menschlichen Lebens gegen die Grund- und Menschenrechte von Frauen in Stellung gebracht, womit sogar das Zurückhalten von Informationen im § 219a Strafgesetzbuch gerechtfertigt wird.
Durch fundamentalistische und reaktionäre Kräfte wird der Kompromiss der 1990er Jahre grundlegend in Frage gestellt. Damals rückte mit der deutschen Einheit auch die Neuregelung des Schwangerschaftsabbruches auf die Agenda. Im April 1990 demonstrierten in Ost-Berlin Frauen gegen die Unterordnung unter § 218 des bundesdeutschen Strafgesetzbuches. Im politischen Streit warb Rita Süssmuth für einen „dritten Weg“ zwischen Indikations- und Fristenlösung. Die Debatten heute zeigen kaum weniger Schärfe und Unversöhnlichkeit als die zu Beginn der 1990er Jahre.
Wie ist die Situation heute, wie war sie vor über 25 Jahren und was können wir von damals lernen?
Mit
Prof. Dr. Rita Süssmuth, Bundesfrauenministerin a.D.
Sarah Diehl, Autorin, Filmemacherin und Aktivistin (Ciocia Basia / Tante Barbara)
Moderation
Prof. Dr. Ulrike Lembke, Professorin für Gender im Recht, FernUniversität in Hagen

Rosa Manus und die internationale Frauenbewegung (u.a. in Englisch)

Frauenfriedensarbeit vom Ersten Internationalen Frauenfriedenskongress 1915 bis zum Zweiten Weltkrieg. Ein Angebot des Archivs der deutschen Frauenbewegung, Kassel
Vortrag & Gespräch
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Raum 1.505
Rosa Manus (1881-1942), eine der bekanntesten niederländischen Mitstreiterinnen der ersten Welle der Frauenbewegung, prägte die nationale wie internationale Verbandsarbeit dieser Zeit. Anhand des Ersten Weltkrieges und ihrem Wirken innerhalb des Internationalen Frauenkomitees für Dauernden Frieden und während der von erneuter Kriegsgefahr und beginnendem Nationalsozialismus geprägten Zwischenkriegszeit, soll insbesondere Rosa Manus‘ Engagement für Feminismus und Frieden näher beleuchtet werden.

Vorträge und Diskussion in deutscher und englischer Sprache.
Mit
Dr. Myriam Everard, Independent Scholar, Leiden
Prof. Dr. Francisca de Haan, Central European University, Budapest
Dr. Annika Wilmers, Deutsches Institut für Internationale Pädagogische Forschung, Frankfurt am Main
Moderation
Silke Mehrwald, Archiv der deutschen Frauenbewegung, Kassel

50:50 ist das Ziel. Wege zur Parität in der Politik - ein internationaler Austausch (u.a. in Englisch)

Ein Angebot des Deutschen Frauenrats e.V. - Deutschlands größte Frauenlobby
Vortrag & Gespräch
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Hörsaal 2091
100 Jahre nach Einführung des Frauenwahlrechts garantiert das Recht zu wählen und gewählt zu werden noch immer keine gleichberechtigte politische Teilhabe von Frauen in Deutschland. Nach den Bundestagswahlen 2017 sank der Anteil der weiblichen Abgeordneten auf 30,9 Prozent. Das ist der niedrigste Stand seit 19 Jahren. Aber wie kann Parität in der Politik gelingen? Über gute Praktiken und Fallstricke gesetzlicher Regelungen im europäischen Vergleich diskutieren Vertreterinnen aus Politik und Zivilgesellschaft aus Deutschland, Frankreich, Spanien und der Europäischen Union.
Mit
Dr. Franziska Giffey, Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
Dr. Anja Nordmann, Geschäftsführerin Deutscher Frauenrat
Dr. Helga Lukoschat, Geschäftsführerin Europäische Akademie für Frauen in Politik und Wirtschaft
Gwendoline Lefebvre, Vertreterin Coordination française pour le Lobby Européen des Femmes
Katharina Miller, Präsidentin European Women Lawyers Association
Joanna Maycock, Generalsekretärin European Women’s Lobby
Moderation
Ulrike Helwerth, Referentin des Deutschen Frauenrats (DF)

Herstory im Deutschen Historischen Museum

Ein Angebot des Deutschen Historischen Museums
Führung
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Foyer des DHM
Was haben die Lex Otto, Fahrradfahren und eine lila Latzhose gemeinsam? Sie sind Stationen einer Führung durch die Dauerausstellung des Deutschen Historischen Museums, die Frauenbilder über die Jahrhunderte hinweg nachzeichnet. Anhand der thematischen Wegweiser Partizipation, Gleichberechtigung und Befreiung von Zwängen werden die historischen Protagonist*innen, ihre gesellschaftlichen und politischen Kämpfe sowie ihre einengende oder befreiende Kleidung in den Blick genommen.

Treffpunkt: Deutsches Historisches Museum, Zeughaus (Unter den Linden 2). Bitte rechtzeitig vor 16 Uhr im Foyer sein. Das DHM befindet sich zwei Häuser neben dem Hauptgebäude der Humboldt-Universität (Unter den Linden 6).
Mit
Gesa Trojan, Referentin für wissenschaftliche und museumspädagogische Tätigkeiten im Deutschen Historischen Museum und Historikerin. Promoviert zur Rolle von Food und Gender in Prozessen jüdischer Vergemeinschaftung Anfang des 20. Jahrhunderts.

„Undenkbare Studentinnen“. Forderungen und Erfolge der Ersten Frauenbewegung

Ein Angebot des Spinnboden Lesbenarchiv und Bibliothek e.V. in Zusammenarbeit mit dem Helene-Lange-Archiv im Landesarchiv Berlin
Vortrag & Gespräch
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Raum 1.505
Das Recht auf Bildung und Studium war für Frauen lange Zeit nicht selbstverständlich und musste durch die Erste Frauenbewegung errungen werden. Spinnboden e.V. würdigt diese Leistung und stellt neu digitalisierte Materialien aus dem Helene-Lange-Archiv vor. Was dachte die Sozialpädagogin Anna von Gierke zu „weiblichen und männlichen Berufen“ oder die Juristin Marie Munk zu „Ehescheidung und Eheläuterung“? Die Fundstücke erzählen aus einer Zeit, die für viele heute undenkbar scheint.
Mit
Frauke Steinhäuser, Diplom-Bibliothekarin und Historikerin, Projektkoordinatorin

Archiv und Ausstellung – wie kommt das zusammen?

Ein Angebot des Archivs der deutschen Frauenbewegung, Kassel und des Historischen Museums Frankfurt a.M.
Vortrag & Gespräch
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Raum 1.308
Ab August 2018 ist in Frankfurt die Ausstellung zu 100 Jahren Frauenwahlrecht zu sehen. Eng begleitet wird sie vom Archiv der deutschen Frauenbewegung. Wie arbeiten Archivarinnen und AusstellungsmacherInnen zusammen? Wie funktioniert das Ausstellungswesen? Wie stellt man 100 Jahre Frauenwahlrecht aus? Warum ist die Ausstellung wichtig? Welche Rolle spielen Archive? Wie hängen Archiv und kollektives Gedächtnis zusammen? Mit diesen Fragen wollen wir uns am praktischen Beispiel beschäftigen.
Mit
Dr. Kerstin Wolff, Wissenschaftliche Mitarbeiterin des Archivs der Frauenbewegung Kassel
Jenny Jung, Mitkuratorin der Ausstellung "Damenwahl" des historischen museums frankfurt

#metoo – Und wie weiter?

Ein Angebot des Deutschen Juristinnenbunds
Podium
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Hörsaal 2094
Sexualisierte Gewalt und sexuelle Belästigung wurden mit der #metoo Kampagne als strukturelle Probleme sichtbarer als je zuvor. Welche grundlegenden Veränderungen hat #metoo für die frauenpolitische Diskussion bewirkt? Welche politischen Forderungen müssen aus #metoo entstehen? Welche Rolle spielt dabei das Recht? Und wie können feministische Aktionsformen und Bewegungen dabei Mehrfachdiskriminierungen und ihre Auswirkungen thematisieren?
Mit
Dr. Emilia Roig, Center for Intersectional Justice
Dr. Leonie Steinl LL.M. (Columbia), Vorsitzende der Kommission Strafrecht des Deutschen Juristinnenbunds e.V., wissenschaftliche Mitarbeiterin Humboldt-Universität zu Berlin
Prof. Dr. Maria Wersig, Präsidentin des Deutschen Juristinnenbunds e.V.
Moderation
Lucy Chebout, Berlin

Rassismuskritischer Feminismus

Ein Angebot von DaMigra e.V.
Podium
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Hörsaal 2091
Die Verschränkung von feministischen und rassistischen Diskursen ist mit der Debatte um die Kölner Silvesternacht verstärkt in den Blick geraten. Ihre Wirkmächtigkeit ist jedoch nicht neu. Wie kann Rassismus in feministischen Debatten als solcher sichtbar gemacht werden? Wie können die Positionen von nicht weißen Frauen* in „weißen“ feministischen Diskursen gestärkt werden? Wie kann der Vereinnahmung feministischer Argumente für rechte Positionen entgegengewirkt werden?
Mit
Tülin Duman, Geschäftsführerin* des Berliner Veranstaltungsortes Südblock
Sanchita Basu, Geschäftsführerin* bei ReachOut Berlin
Marion Böker, Präsidentin* Deutscher Frauenring
Moderation
Dr. Delal Atmaca, Geschäftsführerin* des Dachverbandes der Migrantinnenorganisationen (DaMigra e.V.)

Schätze heben

Spurensuche. Frauengeschichtsforschung als kriminalistische Leidenschaft

Generationendialog. Ein Angebot von belladonna – Kultur, Bildung und Wirtschaft für Frauen e.V., Bremen
Vortrag & Gespräch
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Raum 1.103
Im Mittelpunkt des Dialogs steht die Frauenbewegungsforschung. Die Begegnung zwischen den Generationen widmet sich unter anderem der Frage, wie Forschende zu Frauen- und Geschlechtergeschichte recherchieren. Wie kommen sie an Informationen? Wie können Frauenforscher_innen und Feminist_innen verschiedener Generationen voneinander lernen? Was sind gemeinsame Ziele, wo treffen verschiedene Überzeugungen aufeinander? Wie hat sich die Spurensuche für Forscherende verändert?
Mit
Prof. Dr. Ute Gerhard, Jahrgang 1939, Soziologin und Geschlechterwissenschaftlerin, war die erste Inhaberin eines Lehrstuhls für Frauen- und Geschlechterforschung an der Goethe-Universität Frankfurt/Main
Rebecca Gefken, Jahrgang 1992, ist Historikerin, Geschlechterwissenschaftlerin und Mitarbeiterin bei belladonna. Sie studiert im Masterstudiengang Transformationen von Religion in Medien und Gesellschaft an der Universität Bremen
Moderation
Nina Apin, Ressortleitung Meinung & Diskussion taz

Die schönsten Kleider unserer europäischen Schwestern (u.a. in Englisch)

Ein Angebot des Women‘s Information Network of Europe
Vortrag & Gespräch
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Raum 2093
Frauenbewegungs- und Geschlechtergeschichte ist auch Sammlungsgegenstand unserer europäischen Schwestereinrichtungen. Von Skandinavien bis Italien, von den Niederlanden bis Spanien entstanden Online-Kataloge, Portale, Datenbanken und Fotosammlungen. Spezialistinnen vom Women’s Information Network Europe (WINE) stellen ihre inhaltlich und visuell bereichernden Schätze vor.

Beiträge in Englisch/Deutsch und Diskussion in Englisch
Mit
WINE-Mitgliedern (aus Amsterdam, Berlin, Bologna, Brüssel, Göteborg, London, Luxemburg, Madrid, Wien)

Das Digitale Deutsche Frauenarchiv. Die neue Adresse für Lesben- und Frauengeschichte

Ein Angebot der DDF-Geschäftsstelle
Vortrag & Gespräch
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Hörsaal 2091
Die spannende und teils noch immer unbekannte Geschichte der Frauen- und Lesbenbewegung aufzuspüren, zu bewahren und bekannt_er zu machen war und ist wichtige Aufgabe feministischer Archive, Dokumentationsstellen und Bibliotheken. Erstmals im deutschsprachigen Raum werden bestehende Daten zusammengeführt, digitalisiert und mit weiterführenden Informationen zu feministischer Bewegungsgeschichte verbunden. Ab dem 13.9.2018 hat Frauengeschichte eine neue Adresse: www.digitales-deutsches-frauenarchiv.de
Mit
Sabine Balke, Geschäftsführung Digitales Deutsches Frauenarchiv
Petra Gehring, Professorin für Philosophie an der TU Darmstadt, Vorsitzende des wissenschaftlichen Beirats des Digitalen Deutschen Frauenarchivs

Autonomie in Bewegung (für Frauen*)

Ein Angebot von STICHWORT. Archiv der Frauen- und Lesbenbewegung, Wien
Workshop
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Raum 1.307
Schon mal in einem Archiv zur Neuen Frauenbewegung gewesen? Der Workshop nimmt mit auf Entdeckungstour. Anhand von Quellen der Neuen Frauenbewegung in Deutschland und Österreich wird einem zentralen Begriff der Neuen Frauenbewegung nachgegangen: Autonomie. Was war damit gemeint und wie lassen sich Debatten um Autonomie in Originalquellen der Frauenbewegung in den 1970er bis 1990er Jahren nachvollziehen? Also rein ins Archiv und gestärkt heraus für die autonome feministische Praxis heute!

Dieser Workshop richtet sich an Frauen*. Begrenzte Teilnahme-Zahl: 20.
Mit
Margit Hauser, Geschäftsführerin von STICHWORT, studierte Philosophie, Psychologie und Romanistik und ist seit über 30 Jahren aktiv in der FrauenLesbenbewegung
Andrea Zaremba ist Historikerin und seit 2016 Archivarin im STICHWORT

Qualitativer, Ultimativer, Informativer Zeitvertreib = QUIZ

Ein Angebot des Alice Salomon Archivs der Alice Salomon Hochschule Berlin
Quiz
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Raum 1.308
Ob Expert*in oder kreativer Kopf: Zu diesem Quiz sind alle eingeladen, die Spaß im Team und keine Angst vor falschen Antworten haben. Vollkommen egal, ob alleine oder in der Gruppe gekommen, alle sind willkommen. Das Gewinner*innen-Team erwartet eine kleine Überraschung.
Mit
Carina Huestegge
Franziska Knöppchen

Berolinas zornige Töchter. 50 Jahre Berliner Frauenbewegung

Ein Angebot des FFBIZ - das feministische Archiv, Berlin
Lesung & Gespräch
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Raum 1.204
Der Aufbruch der Frauen war eines der nachhaltigsten Ergebnisse der 68er-Bewegung. Im Berliner Westteil entstanden erste Kinderläden, das erste autonome Frauenzentrum, die erste feministische Zeitung und das erste Frauenhaus. Im Ostteil wurde die unabhängige Frauenbewegung eine wichtige Strömung der friedlichen Revolution 1989 und der Unabhängige Frauenverband eine wichtige Kraft bei der Wiedervereinigung. Annett Gröschner war selbst in der unabhängigen Frauenbewegung der DDR aktiv. In „Berolinas zornige Töchter“ gibt sie Einblicke in die politischen Kämpfe von Frauen.
Mit
Annett Gröschner, Schriftstellerin und Journalistin

Christa W Unter den Linden

Ein Angebot der Arbeits- und Forschungsstelle Privatbibliothek Christa und Gerhard Wolf an der Humboldt-Universität zu Berlin
Vortrag & Gespräch
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Raum 3.509
Als eine der bedeutendsten Schriftstellerinnen beeinflussten die Werke von Christa Wolf die Frauenbewegung in Ost- und West-Deutschland. Seit 2016 wachsen die Bestände der Privatbibliothek von Christa und Gerhard Wolf. Die Arbeitsstelle initiiert Forschung, bietet Lehrveranstaltungen und kooperiert mit in- und ausländischen Organisationen zum Werk von Christa Wolf. Welche Themen, Fragen und Geschichten stecken in den Büchern, in ihrer Anordnung, in den gefundenen Zetteln?

Begrenzte Teilnahmezahl: 30 Sitze (+ 10 Stehplätze)
Mit
PD Dr. Birgit Dahlke Leiterin der Arbeits- und Forschungsstelle Privatbibliothek Christa und Gerhard Wolf an der Humboldt-Universität zu Berlin; Mitglied im Vorstand der Christa Wolf Gesellschaft e.V.

Fem*Quiz

Ein Angebot von DENKtRÄUME, Kooperationspartnerin der hamburger frauenbibliothek
Quiz
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Raum 1.307
Wie oft war Meryl Streep für den Oscar nominiert? Was erfand Melitta Bentz? Wer war Golda Meir? Wenn ihr Lust habt, an solchen Fragen zu knobeln, dann seid ihr richtig bei unserem Fem*Quiz: Solides Halbwissen und Inselbegabung können sich im Team wunderbar ergänzen, und manchmal hilft einfach raten! Teams können natürlich auch vor Ort spontan gebildet werden. Wir quizzen vielseitig und vielsinnig: Multiple Choice, Bilderrätsel, Hörproben, Videoclips – querbeet durch’s bunte Frauen*leben.
Mit
dem DENKtRÄUME-Team

Von Claire Waldoff bis feministkilljoy

Ein Angebot des Trierer Archivs für Geschlechterforschung und Digitale Geschichte e.V.
Vortrag & Gespräch
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Raum 1.102
Die humorlose Emanze erlebt mit der Figur der feministkilljoy ein Revival. Lachen ist eine Frage von Macht. Deshalb bleibt es Feminist*innen oft im Halse stecken. Doch wir lassen uns die subversive Kraft des Lachens nicht nehmen. Der Vortrag geht zum Lachen in den (Archive)Keller und folgt Spuren von Kabarettistinnen, von Claire Waldoff in den 1920ern bis zu Kabaretts der Neuen Frauen- und Lesbenbewegung wie Lästerlich oder K(r)ampfadern aus Trier, die Szenen aus Ihrer Schatzkiste präsentieren.
Mit
Tamara Breitbach, Historikerin und Projektmanagerin
Liesel Rieker, Erziehungswissenschaftlerin, Beraterin, Kabarettgruppe Lästerlich
Christel Baltes-Löhr, Professorin für Geschlechterforschung an der Universität Luxemburg, Kabarettgruppe Die K(r)ampfadern

Vorbilder

Bona Peiser, die erste deutsche Bibliothekarin

Ein Angebot des Arbeitskreises Kritische Bibliothek
Vortrag & Gespräch
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Raum 1.308
Bona Peiser (1864-1929) war die Pionierin der Frauenarbeit in deutschen Bibliotheken. In der Bibliothek des Kaufmännischen Verbandes für weibliche Angestellte und der Ersten öffentlichen Lesehalle zu Berlin wurde sie ab 1895 zur Ausbilderin einer ganzen Generation bibliothekarisch arbeitender Frauen. Bis zu ihrem Lebensende setzte sie sich für den Wert der Frauenberufsarbeit ein und engagierte sich für die Interessenvertretung ihrer KollegInnen.
Mit
Frauke Mahrt-Thomsen, Diplom-Bibliothekarin, 1967-2008 tätig an der Stadtbibliothek (Friedrichshain-) Kreuzberg von Berlin, seit 1988 Mitglied im Arbeitskreis Kritischer BibliothekarInnen/Kritische Bibliothek

Mir bricht es das Herz, dass wir so elitär sind (für Frauen_Lesben)

Ein Angebot von baf e.V. – Bildungszentrum und Archiv zur Frauengeschichte Baden-Württembergs
Vortrag & Gespräch
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Raum 2095 A
Sehen wir nur Akademiker_Innen, wenn wir uns in Frauen_Lesben-Archiven umschauen? Ein persönlicher Wutbericht einer Bildungsgewinner_In über soziale Ungleichheit und ihre (Re-)Produktion in Frauen_Lesben-Archiven. Nach kurzer Schilderung eigener Wahrnehmungen freut sich P. Krüger auf einen offenen Erfahrungs- und Gefühlsaustausch in geschützter Atmosphäre mit dem Fokus: Was macht so wütend und wie können wir weniger elitär werden?

Die Teilnehmendenzahl ist auf 20 Personen begrenzt.
Mit
baf e.V.

Editing Gender – Geschlechterkonstruktion in der Filmmontage

Ein Angebot von Pro Quote Film
Vortrag & Gespräch
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Hörsaal 1.101
De-und Remontagen von Filmszenen veranschaulichen auf beeindruckende Weise wie einfach es ist, mit filmischen Mitteln Stereotype zu konstruieren und somit fortzuschreiben oder aufzulösen. Am Anfang gibt es keinen Film als Ganzes, erst in der Montage entstehen der Sinn und die Erzählung. Welcher Figur schreibt sie dabei was zu, und wie ist diese Zuschreibung gestaltet? Welche Figuren im Film fühlen sich stark, welche schwach? Wer ist gewalttätig, wer harmoniebedürftig? Welchen Einfluss hat die Anordnung auf die Geschlechterkonstruktion und was passiert, wenn wir diese Anordnung verändern?
Mit
Susanne Foidl, Schnittmeisterin und akademische Mitarbeiterin an der Filmuniversität Babelsberg

Intersektionaler Trans*-Feminismus

Ein Angebot des FFBIZ – das feministische Archiv und TransInterQueer (TrIQ)
Workshop
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Raum 1.201
Wie erfolgt intersektionale Diskriminierung in feministischen Kontexten der BRD und was bedeutet intersektionaler Trans*-Feminismus? Mit Blick auf historisch cis-weiblich- und weiß-dominierte feministische Räume und deren Umgang mit transweiblichen Identitäten und anderen Trans*-Menschen wird sich der Idee eines intersektionalen Trans*-Feminismus angenähert. Ziel ist es, konkrete Handlungsstrategien gegen intersektionale Diskriminierung von Trans* in feministischen Räumen zu entwerfen.
Mit
Pum Kommattam, LesMigras/Lesbenberatung
Clara Thoms, TransInterQueer e.V., LesMigraS/Lesbenberatung

Feminismus und Sprache: Sookee und Luise Pusch im Gespräch

Ein Angebot von FemBio und DDF-Geschäftsstelle
Podium
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Hörsaal 2091
Binnen-I, Unterstrich oder Sternchen?! Feminismus bedeutet seit jeher auch Sprachpolitik. Feministische Sprachinterventionen setzen gesellschaftlicher Unsichtbarkeit, struktureller Ungleichheit und sexistischem Sprachgebrauch alternative Angebote entgegen. Gemeinsam sprechen Luise Pusch, Mitbegründerin der feministischen Sprachkritik in Deutschland, und Wortakrobatin Sookee über die Bedeutung von Sprache im feministischen Ringen um Wahrnehmung und Anerkennung, emanzipative Gegenstrategien zum generischen Maskulinum und maskulinistische Abwehrmechanismen.
Mit
Sookee, Rapmusikerin, antifaschistische QueerFem-Aktivistin
Luise Pusch, Sprachwissenschaftlerin und Autorin
Moderation
Patricia Hecht, taz-Redakteurin

Lesbische Lebenswelten

Ein Angebot des Spinnboden Lesbenarchiv und Bibliothek e.V. in Kooperation mit der Bundestiftung Magnus Hirschfeld
Film & Gespräch
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Hörsaal 1.101
Die Bundesstiftung Magnus Hirschfeld sammelt seit 2013 in ihrem „Archiv der anderen Erinnerungen“ die Lebensgeschichten von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Transsexuellen, Transgender, Inter und queeren Personen. 21 der insgesamt 42 Videointerviews dokumentieren bislang die Erinnerungen von Lesben. In Ausschnitten werden einige dieser bewegenden Lebensgeschichten präsentiert. Das „Archiv der anderen Erinnerungen“ sucht auch weiterhin Zeug_innen, die ihre Geschichte erzählen wollen.

Jüdinnen in der Frauen-/Lesbenbewegung

Ein Angebot des FFBIZ - das feministische Archiv, Berlin
Podium
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Raum 1.205
Jüdinnen in der Frauen-/Lesbenbewegung? Ja, die gab es und gibt es! Drei von ihnen erzählen in diesem Gespräch von ihren Erfahrungen als Jüdinnen in der BRD und der DDR, von ihrem feministischen Aktivismus und den Bündnissen, die sie sich suchten, um als Jüdinnen in einer christonormativen Umgebung bestehen zu können. Ein Gespräch mit Lara Dämmig und Jessica Jacoby, moderiert von Debora Antmann in Anlehnung an die an die jüdisch-dialogische Tradition.
Mit
Lara Dämmig, Mitbegründerin von Bet Debora
Jessica Jacoby, Dokumentarfilmerin, Mitbegründerin der Initiative „Schabbeskreis“
Moderation
Debora Antmann, Bloggerin, Frauen*beauftragte an der Alice-Salomon-Hochschule

Die Leistungen von Frauen sichtbar machen. Luise F. Pusch im Interview

Ein Angebot von FemBio und DDF-Geschäftsstelle
Vortrag & Gespräch
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Hörsaal 2097
„Frauenemanzipation ist ohne die genaue Kenntnis der Frauengeschichte nicht möglich,“ befand die Historikerin Gerda Lerner. Wohl deswegen wurde diese von unserer Herrenkultur stets beflissen ignoriert. Luise F. Pusch arbeitet seit 1982 daran, bedeutende Frauen der Geschichte präsent zu machen. Im Interview berichtet sie von feministischen Ansätzen bis maskulinistischen Widerständen, die sie in ihrem Wirken für die Sichtbarkeit von Frauen, Lesben begleiten.
Mit
Luise Pusch, FemBio, Sprachwissenschaftlerin und Autorin
Birgit Kiupel, Historikerin und Autorin

Wer kennt Emilie Mayer, Lili Boulanger oder Barbara Heller? - Komponistinnen im Film

Ein Angebot des Archivs Frau und Musik, Frankfurt am Main
Film & Gespräch
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Hörsaal 1.101
Das Archiv Frau und Musik sammelt seit 1979 Zeugnisse von musikschaffenden Frauen mit Schwerpunkt im klassischen Bereich. Filme zur Arbeit der Frauen sind bislang sehr selten. Wir erkunden mit zwei Filmen die Biografien mehrerer Komponistinnen. Gezeigt werden Ausschnitte aus „UNTERWEGS IN DER MUSIK. Die Komponistin Barbara Heller“ (2016, Lilo Mangelsdorff) sowie aus „Komponistinnen“ (2018, Kyra Steckeweh, Tim van Beveren). Warum sind bis heute so wenige Frauen im musikhistorischen Kanon präsent?
Mit
Barbara Heller, Komponistin
Lilo Mangelsdorff, Filmemacherin und Produzentin
Kyra Steckeweh, Pianistin und Filmemacherin
Tim van Beveren, Filmemacher und Produzent
Moderation
Anne-Marie Bernhard, wissenschaftliche Projektkoordinatorin am Archiv Frau und Musik und Susanne Wosnitzka, Wissenschaftlerin, freie Mitarbeiterin Archiv Frau und Musik

Das Fahrrad (DEFA, 1982)

Ein Angebot des Frauenstadtarchivs Dresden und des Landesfrauenrats Sachsen e.V.
Film & Gespräch
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Hörsaal 1.101
Der DEFA-Film Das Fahrrad widmet sich einem Thema, das sowohl früher als auch aktuell wenig in der Öffentlichkeit steht: der Lebensalltag alleinerziehender Frauen. Die ungelernte Arbeiterin Susanne, allein mit einem Kind, schlägt sich mehr schlecht als recht durchs Leben. Ihre Unzufriedenheit wächst, als sie den erfolgreichen Ingenieur Thomas kennenlernt. Sie gibt ihre Arbeit auf, gerät in finanzielle Schwierigkeiten und meldet ihr Fahrrad als gestohlen, um die Versicherungssumme zu kassieren.
Mit
Evelyn Schmidt, Regisseurin, schuf mit dem Film „Das Fahrrad“ eines der wichtigsten realistischen Filme der frühen 1980er Jahre und einer der wenigen Filme mit einer Frau im Zentrum.

Playing Gender: Ideen für die pädagogische Arbeit

Ein Angebot von CID | Fraen an Gender, Genderbibliothek
Workshop
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Raum 1.506
Mit feministischer Pädagogik lassen sich – zumindest spielerisch – Geschlechterverhältnisse in Bewegung bringen. Wir zeigen euch Materialien, die wir selbst entwickelt haben und gern als Ideen weitergeben möchten: Spiele zu feministischen und LGBTIQ-Protestbewegungen, Poker „My Body, My Rights“, Materialien zu Vorbildern aus Kunst, Musik und Literatur, Geocaches und diverse Workshop-Ideen! Spielt und diskutiert mit!
Mit
Enrica Pianaro, CIGALE- Centre d‘Information GAy et LEsbien
Joëlle Schwinnen, CID | Fraen an Gender
Kathrin Eckhart, CID | Fraen an Gender, Genderbibliothek

Tabu Alter: Älterwerden – was heißt denn das? (für Frauen_Lesben)

Ein Angebot von baf e.V. – Bildungszentrum und Archiv zur Frauengeschichte Baden-Württembergs
Erzählcafé
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Raum 1.307
Ältere und alte Lesben_Frauen werden bisher nicht als gesellschaftliche Gruppe wahrgenommen. Damit finden auch ihre Bedürfnisse kaum Raum, vielmehr ist das Älterwerden nicht selten von Vorurteilen und Ausschluss begleitet. Im Rahmen eines Sofa-Gespräches schafft Helga Brümmer eine vertrauensvolle Gesprächsatmosphäre, in der Fragen zum Thema offen diskutiert werden können und sich die Inhalte nach den Interessen der Teilnehmenden richten.
Mit
baf e.V.

Lesbengeschichte: LÄSBISCH-TV

Ein Beitrag des Spinnboden Lesbenarchiv und Bibliothek e.V.
Film & Gespräch
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Hörsaal 1.101
Das erste lesbische Fernsehmagazin! Ein einzigartiges Zeugnis der vielfältigen, inzwischen fast verschwundenen „Ladies only“-Szene der 90er Jahre mit dem reichhaltigen Kulturangebot von und für Lesben. Mehr als 100 lesbische Frauen beteiligten sich an der einstündigen monatlichen Sendung mit Kunst, Politik, Sport, Film, Sex, Nachrichten aus aller Welt, Veranstaltungstipps u.v.m. Ein No-Budget-Projekt, leidenschaftlich idealistisch inmitten des Irrsinns des kommerziellen Medienapparates.
Best-of 27 Sendungen 1991-1993
von Doro Etzler & Mahide Lein, Berlin 2018, 90 Min.
Mit
Mahide Lein, Künstlerin, Kulturmanagerin und Filmemacherin

Sexpositiver Feminismus

Ein Angebot vom Freudenfluss-Netzwerk und der DDF-Geschäftsstelle
Vortrag & Gespräch
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Raum 1.204
Seit den 1970ern existiert ein sexpositiver Flügel der Frauenbewegung, der im letzten Jahrzehnt verstärkt Auftrieb erfährt und als sex-positive Bewegung bekannter wird.
Welche Bereiche dazu gehört, wie intersektional diese verankert sind und in welchen Jahrzehnten welche Themen besondere Aufmerksamkeit erfuhren, dazu referiert das Freudenfluss-Netzwerk.
Mit
Freudenfluss Netzwerk, Berlin

Heldinnen vermisst – Schauspielerinnen im Gespräch über den alltäglichen Sexismus vor und hinter der Kamera

Ein Angebot von Pro Quote Film
Podium
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Hörsaal 2094
Die #metoo-Debatte hat die Medienbranche wachgerüttelt. Nicht nur sexualisierte Belästigung und Gewalt sind Themen, die viele beschäftigen und kontrovers diskutiert werden. Der strukturell verankerte Sexismus hat viele negative Auswirkungen. Schauspielerinnen ab 30 verschwinden sukzessive vom Bildschirm und der Kinoleinwand. Die Darstellung der Geschlechter ist stereotyp verzerrt und weibliche Charaktere tauchen oft nur als love interest der männlichen Hauptfigur auf. Ein Gespräch über den längst überfälligen Kulturwandel in den Medien.
Mit
Maren Kroymann, Schauspielerin
Nina Kronjäger, Schauspielerin
Mateja Meded, Schauspielerin
Moderation
Barbara Rohm, Regisseurin und Fotografin, Mitbegründerin und Vorstandsmitglied von Pro Quote Film

Vom Archiv zur Aktion

Aus Scheiße Bonbonpapier? Wie umgehen mit *istischer Sprache und Symbolen

Ein Angebot von belladonna – Kultur, Bildung und Wirtschaft für Frauen e.V., Bremen
Workshop
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Raum 1.505
Während in öffentlich-rechtlichen Debatten über die angeblichen Gefahren von PC pausenlos das N-Wort gedroppt wird, toben sich Deutschrap, Nazis & Co mit Begriffen, Bildern und anderen Form *istischer Reproduktionen aus, dass einer die Ohren schlackern. Ist in dieser Atmosphäre emanzipatorisches Reclaiming und Rekontextualisierung möglich? Der Workshop versteht sich als undogmatischer Austausch und hofft auf eine kreative Ideensammlung.

Die Teilnehmendenzahl ist auf 25 Personen begrenzt.
Mit
Sookee, Rapmusikerin, antifaschistische QueerFem-Aktivistin

Wikipedia und der Gendergap (für Frauen*)

Ein Angebot der Gruppe „WomenEdit“
Workshop
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Raum 1.506
Wikipedia ist das größte Nachschlagewerk der Welt, bei dem alle mitmachen könnten. Dennoch sind Frauen dort deutlich weniger aktiv als Männer. In diesem Workshop reden wir über mögliche Wege hin zu einer Verringerung des Gendergaps in der Wikipedia. Was helfen monatliche Treffen speziell für Frauen, die Artikel in Wikipedia korrigieren, ergänzen, veröffentlichen wollen? Was geht wie und wo findet sich Hilfe? Wir schauen auf den aktuellen Stand und wollen auch einiges ausprobieren.

Dieser Workshop richtet sich an Frauen*, auch an solche ohne Vorkenntnisse.
Begrenzte Teilnahme-Zahl: 20. Bitte eigene Laptops mitbringen. Einige Leihgeräte sind vorhanden.
Mit
Iva Berlin, Wikipedia-Autorin seit 2011, aktiv bei „WomenEdit“. Die Gruppe bietet in Berlin monatliche Treffen für Wikipedia-Autorinnen an.

Sexarbeiter*innenrechte sind Frauen*rechte

Ein Angebot von Madonna - Archiv und Dokumentationszentrum SEXARBEIT
Vortrag & Gespräch
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Raum 1.204
Sexarbeit ist auf vielfältige Weise mit Geschlechterpolitik und damit auch mit den Rechten von Frauen verbunden. Das ProstituiertenSchutzGesetz (ProstSchG) hat die Grenze dessen, was Frauen erlaubt und verboten ist, neu definiert. Frauen, die außerhalb von Ehe und Liebesbeziehungen Sex gegen Entgelt tauschen, gelten unter dem Mantel des Schutzes als aufsichts- und belehrungsbedürftig. Sexarbeiter*innen wehren sich gegen diese Zumutung und kämpfen für ihre Rechte.
Mit
Mechthild Eickel, ehem. Leiterin der Beratungsstelle für Sexarbeiterinnen Madonna e.V., Bochum
Dorothea Lindenberg, feministische Aktivistin, Maria + Magdalena 4ever, Berlin
Marleen Laverte, BesD e.V., Hydra e.V., Berlin
Stephanie Klee, Sexarbeiterin, politische Aktivistin, BSD e.V., move e.V. Berlin
Moderation
Dinah Riese, taz-Redakteurin

Shout, shout, up with your song! – Netzwerke von Frauen in der Musik

Ein Angebot des Archivs Frau und Musik, Frankfurt am Main
Vortrag & Gespräch
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Raum 1.205
Im Gründungsprotokoll des Internationalen Arbeitskreis Frau und Musik e.V. lautet das Ziel: Kompositionen von Frauen ausfindig machen, sammeln, aufführen und einer breiten Öffentlichkeit zugänglich machen. Seit 1979 sammelt der Verein Noten, audiovisuelle Medien, Publikationen, sowie Nachlässe und Schenkungen und trägt zur Sichtbarkeit von Frauen im Musikbetrieb bei. Wie sind Netzwerke von Musikfrauen entstanden? Wie verhelfen diese Netzwerke zu nachhaltiger Gleichberechtigung im Musikbereich?
Mit
Mary Ellen Kitchens, Vorstandsfrau Archiv Frau und Musik
Anne-Marie Bernhard, wissenschaftliche Projektkoordinatorin im DDF-Teilprojekt PARFUMO
Julian Fischer, Projektassistent im DDF-Teilprojekt PARFUMO

Erinnern heißt handeln. Feministische Gedächtniskultur nutzen

Ein Angebot von belladonna – Kultur, Bildung und Wirtschaft für Frauen e.V., Bremen
Podium
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Hörsaal 2094
Lesben- und Frauenarchive stellen Gegenöffentlichkeit her und dokumentieren Aktivitäten historischer und aktueller Bewegungen. Die 40 Einrichtungen des i.d.a.-Dachverbandes sind als Ergänzung und Korrektiv zu traditionellen Gedächtnisinstitutionen eine verlässliche Instanz für umfangreiche Recherchen und wirken Fake News entgegen. Ihr Digitales Deutsches Frauenarchiv stellt kontinuierlich frauenpolitische Dokumente ins Netz. Wie sind Archivalien für aktuelle feministische Arbeit nutzbar?
Mit
Maren Bock, Mitgründerin von belladonna – Kultur, Bildung und Wirtschaft e.V. in Bremen, seit über 30 Jahren in der Frauenbewegung aktiv
Dr. Helga Lukoschat, Mitbegründerin und Vorstandsvorsitzende der Europäischen Akademie für Frauen in Politik und Wirtschaft (EAF) Berlin
Dr. Isabel Rohner, Herausgeberin „100 Jahre Frauenwahlrecht“ (mit Rebecca Beerheide, Ulrike Helmer Verlag), Mitherausgeberin der Edition Hedwig Dohm (mit Nikola Müller; trafo Verlag Berlin)
Prof. Dr. Karin Schwarz, Archivwissenschaftlerin am Fachbereich Informationswissenschaften der Fachhochschule Potsdam
Sibel Schick, DaMigra e.V., u.a. Mitgründerin der antisexistischen Online-Plattform erktolia.org
Moderation
Ute Kätzel, Historikerin und Journalistin in Berlin, sie publiziert zur Frauen- und Geschlechtergeschichte, u.a. zu den 68erinnen

Zine: Medium zwischen Schutzraum und Öffentlichkeit

Ein Angebot des Archivs der Jugendkulturen, Berlin
Podium
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Raum 1.102
Zines bewegen sich oft in einem Spannungsfeld zwischen Öffentlichkeit und Intimität, insbesondere bei Zines aus dem Kontext marginalisierter Gruppen, die sich ggf. nur an eine ausgesuchte Teilöffentlichkeit richten und eine Art Schutzraum bieten. Als Einrichtung, die Zines sammelt und mit Zines im Forschungs- und Bildungsbereich arbeitet, stellen sich daher vielfältige ethische Fragen, auch vor dem Hintergrund förderungsbedingter Vorgaben, eine breite Öffentlichkeit zu erreichen.
Mit
Giuseppina Lettieri, Projekt Diversity Box, Archiv der Jugendkulturen
Christian Schmidt, Projekte JuBri und UnBoxing, Archiv der Jugendkulturen
Daniel Schneider, Projekt Berliner Pop- und Subkulturarchiv, Archiv der Jugendkulturen
Lisa Schug, FFBIZ, Zinemacherin
Moderation
Atlanta Ina Beyer, Kulturwissenschaftler_in und Queerforscher_in

400 Begriffe für (mehr) Geschlechtergerechtigkeit (in Englisch)

Ein Angebot des Europäischen Instituts für Gleichstellungsfragen (EIGE), Vilnius
Vortrag & Gespräch
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Raum 2093
Sprache bildet Wirklichkeit nicht einfach ab, sondern stellt sie her. Deshalb entwickelt das Europäische Institut für Gleichstellungsfragen einen Thesaurus der Geschlechtergerechtigkeit, einen speziellen Wortschatz für alle Dokumente der EU zu Gleichstellungspolitik und Geschlechterfragen. Was sind die 400 Begriffe der Gleichstellung? Wer ist daran beteiligt? Wie bringen sie Gleichstellung voran? Let´s talk gender!
Mit
Dimitrios Tsoutsias, EIGE´s Resource and Documentation Centre

Wendo – Empowerment gegen sexualisierte Übergriffe (für FrauenLesbenTrans*)

Ein Angebot von Wendo Berlin
Workshop
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Raum 1.504
„Nein heißt Nein“ – dieser Schnupperworkshop hat den Schwerpunkt, eindeutig Grenzen zu setzen und die eigene Entschlossenheit einzusetzen. Wendo ist eine seit Jahrzehnten (weiter)entwickelte Form feministischer Selbstbehauptung und -verteidigung für Frauen* und Mädchen*, die dafür eine wertvolle Unterstützung sein kann. Wir üben Techniken, wie verbalen und körperlichen Übergriffen entgegengetreten werden kann – so, dass wir uns selbst gut damit fühlen. Wer „Nein“ sagen kann, muss weniger lügen...

Für FrauenLesbenTrans*, offen für 14 Teilnehmer*innen
Mit
Nives Bercht, freiberufliche Wendo Trainerin

Der Gewalt widerstehen (für Frauen)

Ein Angebot des Frauenarchivs ausZeiten, Bochum
Workshop
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Raum 1.201
Die neue Frauenbewegung machte in den 1970er Jahren Männergewalt gegen Frauen zum öffentlichen Thema. Bevor es zu ersten Gesetzesinitiativen kam, thematisierte sie Gewalt gegen Frauen auf unterschiedlichsten Ebenen und setzte dem Opferstatus ihren Widerstand entgegen.
Die Referentinnen spannen den Bogen von frühen Aktivitäten westdeutscher Frauen/gruppen gegen strukturelle patriarchale Gewalt bis zu jüngsten Initiativen, auch von feministischen Juristinnen, zur Änderung des Sexualstrafrechts.

Das Angebot richtet sich an Frauen.
Mit
Martina Lörsch, Rechtsanwältin, Fachanwältin für Strafrecht, Mitglied in der Strafrechtskommission des Deutschen Juristinnenbundes
Rita Kronauer, Mitbegründerin des Frauenarchivs ausZeiten in Bochum, seit 1974 in der autonomen Frauen- und Lesbenbewegung engagiert

ROTLICHTAUS! Hintergründe zu einer bundesweiten Kampagne gegen Sexkauf

Ein Angebot von baf e.V. – Bildungszentrum und Archiv zur Frauengeschichte Baden-Württembergs
Vortrag & Gespräch
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Raum 2093
Das Thema Prostitution/Sexkauf polarisiert zunehmend. Engagierte, die sich für das Verbot von Sexkauf einsetzen, riefen die bundesweite Kampagne »ROTLICHTAUS« ins Leben. Solveig Senft, Mitinitiatorin der Kampagne, wird zum Thema informieren, historische Hintergründe erläutern, das politische Konzept der Kampagne erklären, über nächste Aktionsschritte berichten und mit uns diskutieren.
Mit
Solveig Senft, Mitbegründerin der bundesweiten Dachkampagne ROTLICHTAUS

Feminist Clickback. Suchmaschinenoptimierung gegen Rechts

Ein Angebot vom Bündnis "Marsch für das Leben? What the Fuck" und FFBIZ – das feministische Archiv
Workshop
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Raum 2095 A
Viele wenden sich zuerst an Google, wenn sie sich informieren wollen. Die meisten beachten jedoch nur die Seiten, die in der Liste oben stehen. Dieses Potenzial haben antifeministische Webseiten längst erkannt: Vor allem sog. Lebensschützer, radikale Abtreibungsgegner, betreiben gezielt Suchmaschinenoptimierung (SEO).
Das können wir auch! Im Workshop schauen wir uns an, wie SEO funktioniert, wie Lebensschützer sie nutzen und wie ihr eure feministische Webseite ebenfalls bei Google besser aufstellt.
Mit
Tina Reis, Mitbegründerin der Initiative feministclickback.org

How to blog #herstory

Ein Angebot von belladonna – Kultur, Bildung und Wirtschaft für Frauen e.V., Bremen
Workshop
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Raum 1.504
Politische Aktionen und Frauengeschichte sichtbar machen, neue Zielgruppen erreichen oder Stellung zu aktuellen Themen beziehen: ein Blog kann unterschiedlichen Zwecken dienen. Welche Vorteile bietet ein Blog gegenüber einer normalen Website? Worauf kommt es inhaltlich, stilistisch und technisch an? Am Beispiel von Fraueninitiativen und -archiven werden in diesem Workshop Grundlagen für Bloganfängerinnen und -interessierte beantwortet.

Mit
Brigitte Boomgaarden, queer_feministische Kunst-, Medien- und Kulturwissenschaftlerin, studiert den Masterstudiengang Kulturanalysen in Oldenburg. 2015 gründete sie das queerfeministische Maga_Zine Purple Scare
Birte Skrzypczak, Soziologin mit Schwerpunkt Geschlechterforschung und Mitarbeiterin bei belladonna, schreibt nebenbei auf notanotherfashionblog.de über Bremen, Lifestyle- und Modethemen

Frauen*Streik 2019

Ein Angebot vom Frauen*Streik Bündnis und der DDF-Geschäftsstelle
Vortrag & Gespräch
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Raum 1.205
Spanien, Argentinien, USA, Polen... In vielen Ländern haben Frauen* am 8. März zum Streik aufgerufen und die Aktionen waren beeindruckend und inspirierend. Auch in verschiedenen Städten Deutschlands entwickeln sich seit einigen Wochen Netzwerke und Vernetzungstreffen, die zu einem Frauen*Streik 2019 arbeiten. Was bisher schon geschehen ist und was noch kommen könnte, möchten wir mit euch gemeinsam besprechen.
Mit
Mareike Fritz, Frauen*Streik Bündnis Berlin
Theresa Hartmann, Frauen*Streik Bündnis Berlin

Vereinte Kräfte gegen „Lebensschützer“!?

Ein Angebot des Gen-ethischen Netzwerkes e.V. mit Unterstützung des Frauenarchivs ausZeiten, Bochum
Vortrag & Gespräch
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Raum 1.204
Wer für das Recht auf Abtreibung kämpft, gerät unter Druck von „Lebensschützern“. Seit den 1980ern versuchen sie, Menschen mit Behinderung durch Kritik an pränataler Diagnostik zu gewinnen und gegen Frauen auszuspielen. Feministinnen mit Behinderung wehren sich dagegen, ringen gleichzeitig aber in der feministischen Bewegung um Anerkennung und den Begriff der Selbstbestimmung. Was waren und sind Konfliktlinien? Worum geht es eine Woche nach der Sommeruni beim Protest gegen die „Lebensschützer“?
Mit
Kirsten Achtelik, freie Journalistin, Autorin und Aktivistin, promoviert an der Humboldt-Universität Berlin zum Verhältnis von feministischer, behindertenpolitischer und „Lebensschutz“-Bewegung.

Sintizza und Romnja in Europa

Ein Angebot der Initiative Romane Romnja
Lesung & Gespräch
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Raum 1.205
Roma-Frauen* erleben als eine der am meisten diskriminierten Minderheiten Europas alltägliche Ausgrenzung, gerade in existenziellen Lebensbereichen wie Gesundheitsversorgung, Wohnraum oder Bildung. Mit EDUromnja – dem virtuellen Museum und Dokumentationszentrum zur Geschichte und Situation der Sintizza und Romnja in Europa – und eigenen Buchpublikationen setzt Romane Romnja Roma-Frauen* zentral. Kurze Lesungen geben Einblicke in die Lebenswelten der Sintizza und Romnja, von Verfolgungserfahrungen in der NS-Zeit bis zu heutigen Partizipationsmöglichkeiten.
Mit
Rifeka Sejdic

Wo Frau draufsteht, ist feministisch drin? Feministische Medien auf dem Prüfstand

Ein Angebot von L-MAG
Podium
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Hörsaal 2097
Was macht feministische Medien aus – ihre Botschaft, ihre Macherinnen oder dass sie Ungewohntes wagen? Ist die von einer Frau moderierte Sportschau bereits feministisch oder macht eine feministische Kolumne ein Magazin per se feministischer? Feministische Medien, ihre Macherinnen und Autorinnen, sollen auf den Prüfstand gestellt werden: Welche Geschichte teilen sie und wie stellen sie sich in der Zukunft auf? Wie geht also feministischer Journalismus heute und wer macht ihn wirkungsvoll?
Mit
Birgit Bosold, Historikerin, Leitung Schwules* Museum
Sharon Adler, Herausgeberin der AVIVA-Berlin
Lea Susemichel, leitende Redakteurin der an.schläge
Chantal Louis, Redakteurin der EMMA
Lara-Maria Wichels, Schauspielerin, Filmemacherin
Moderation
Manuela Kay, Verlegerin, Autorin und Chefredakteurin L-MAG

§ 218 – der Backlash!

Ein Angebot des FMT – Der FrauenMediaTurm, Feministisches Archiv und Spezialbibliothek Köln
Podium
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Hörsaal 1.101
Der Kampf gegen den § 218 und für das Recht auf Abtreibung wurde 1971 mit zum Auslöser der Frauenbewegung. Und er ist noch lange nicht gewonnen. Im Gegenteil: Sogenannte Lebensschützer, u.a. finanziert von Evangelikalen, versuchen hartnäckig, Frauen und ÄrztInnen einzuschüchtern. Im November 2017 wurde die Gießener Ärztin Kristina Hänel zu einer Geldstrafe verurteilt, weil sie auf ihrer Website über Schwangerschaftsabbrüche informiert. Weitere Prozesse gegen ÄrztInnen stehen bevor.
Mit
Bettina Gaber, Gynäkologin, Berlin
N.N., Medical Students for Choice, Charité Berlin
Moderation
Chantal Louis, Redakteurin der EMMA

Zukunft braucht Vergangenheit

Frauenleben in der DDR. „Mich interessiert das Subjekt, das hinter dem Geschriebenen steht“ (Ch. Wolf)

Ein Angebot der Genderbibliothek des ZtG der HU Berlin
Podium
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Hörsaal 2097
Was berichten Zeitzeuginnen über die DDR? Wie beschreiben sie ihren Alltag, ihre Arbeit, Freizeit, ihr Familienleben, ihre Sorgen und ihren Einsatz für die Gesellschaft? Über 100 Interviews mit Frauen dreier Generationen, die Ende der 1990er Jahre ihre längste Lebenszeit im Sozialismus verbracht hatten, geben ein vielschichtiges Bild über die Emanzipation der Frau in der DDR. Die Interviewerinnen des OWEN-Projektes Frauengedächtnis diskutieren die Inhalte im Rückblick von über 20 Jahren.
Mit
Gislinde Schwarz, OWEN-Projekt, Journalistin
Dr. Marina Grasse, OWEN-Projekt, Biologin, Gleichstellungsbeauftragte der DDR vom 7.5.-02.10.1990
Dr. Heike Schimkat, wiss. Mitarbeiterin im DDF-Projekt der Genderbibliothek des ZtG HU Berlin
Moderation
Katrin Gottschalk, stellvertretende Chefredakteurin taz

Care Revolution. Her mit dem guten Leben. Für alle weltweit

Ein Angebot der Rosa-Luxemburg-Stiftung
Workshop
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Raum 1.102
Das Netzwerk Care Revolution ist ein bundesweiter Zusammenschluss von über 70 Gruppen und Personen, die in verschiedenen Feldern sozialer Reproduktion – Hausarbeit, Gesundheit, Pflege, Assistenz, Erziehung, Bildung, Wohnen und Sexarbeit – aktiv sind. Erläutert werden die Ziele und Arbeitsweise des Netzwerkes sowie die wichtigsten Aktionen, Texte und Ergeb-nisse der vergangenen Arbeit. Gemeinsam sollen dann weitere Vernetzungen und Aktionen für 2018/19 überlegt und initiiert werden.
Mit
Viola Schubert-Lehnhardt, Philosophin, Teil des Netzwerks Care Revolution

Herstory 68: Die Frauen der Revolte. Erinnerungen an Wegbegleiterinnen

Politischer Salon. Ein Angebot der Störenfrida Berlin
Lesung & Gespräch
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Raum 1.201
Ulrike Edschmid war Teil der Student*innenbewegung und Wegbegleiterin von Menschen, die sich für einen militanten Weg entschieden haben. Sie liest aus ihrem Buch „Frau mit Waffe. Zwei Geschichten aus terroristischen Zeiten“ über zwei 68erinnen, die sich für einen bewaffneten Widerstand entschieden haben. Anschließend sprechen wir über ihren persönlichen Blick in die Zeit der Aufbrüche, über die Ereignisse, die bedeutsam waren für sie und ihre Freundinnen, und ihre politischen Themen als Frau.
Mit
Ulrike Edschmid, Schriftstellerin
Anna Hartmann, Sozialwissenschaftlerin und politische Bildnerin

Blick zurück nach vorn: Feministische Frauen*projekte in Berlin

Eine Fishbowl-Diskussion der Arbeitsgemeinschaft soziokulturelle Frauenprojekte im berliner frauennetzwerk
Erzählcafé
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Raum 1.308
War Feminismus für manche bereits ein veralteter Begriff, scheinen feministische Theorien und Kämpfe wieder an Bedeutung zu gewinnen. Welche feministischen Ideen prägten und prägen die Frauen*projekte in Berlin und wie arbeiten diese? Wie sahen die Anfänge aus und welche Brüche und Herausforderungen haben die Arbeit verändert? Wie begegnen sie aktuellen „roll backs“ und positionieren sich gegenüber Forderungen nach Teilhabe und Intersektionalität?

kunst.digital.feministisch

Ein Angebot des Gunda-Werner-Instituts in Kooperation mit Netzforma* – Verein für feministische Netzpolitik
Podium
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Raum 1.103
Das Internet ist ein Markt der Möglichkeiten. Auch Künstler_innen nutzen das Netz: um analog produzierte Kunst zu präsentieren, zum Austausch – oder als Medium. Im Netz werden Körpernormen, Vorstellungen von Weiblichkeit und anti-rassistischen Interventionen verhandelt. Was kann Netz-Kunst? Welche Rolle spielt das Urheber_innenrecht? Wie beeinflussen Algorithmen die Chancen, sichtbar zu werden? Was ist möglich in einer Aufmerksamkeitsökonomie, in der der nächste Klick (weg) in Sekunden folgt?
Mit
Moshtari Hilal, Künstlerin
Daniela Seitz, Creamcake
Konstanze Schütze, dgtl fmnsm festival
Moderation
Valie Djordjevic, Mitgründerin und Herausgeberin von iRights.info

Demokratie in Gefahr? Antifeminismus und der Kampf gegen moderne Geschlechterverhältnisse

Ein Angebot des Gunda-Werner-Instituts für Feminismus und Geschlechterdemokratie
Vortrag & Gespräch
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Raum 1.102
Antifeministische Positionen sind salonfähig geworden. Mit der Rede von „Staatsfeminismus“ oder „Gender-Wahn“ soll jegliche Entwicklung zu mehr Geschlechtergerechtigkeit und gleichberechtigter Vielfalt von Lebensweisen in Misskredit gebracht und bekämpft werden. Der Vortrag zeigt antifeministischen Positionen und Netzwerke auf und wird deutlich machen, wie Antifeminismus die Brücke zwischen neu-rechten und konservativen Stimmen aus der Mitte der Gesellschaft bildet.
Mit
Henning von Bargen, Leitung Gunda-Werner-Institut

Die Selbsterfahrungspraxis der autonomen Frauenbewegung

Ein Angebot der Feministischen Bibliothek MONAliesA Leipzig und des Landesfrauenrats Sachsen e.V.
Vortrag & Gespräch
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Raum 1.103
Von sich selbst und den eigenen Erfahrungen auszugehen, gilt bis heute als wichtiges feministisches Prinzip. In der Frauenbewegung dienten Selbsterfahrungsgruppen dem Austausch alltäglicher Erfahrungen. Dadurch sollte ein feministisches Bewusstsein als Grundlage einer gemeinsamen Politik entstehen. Doch Selbsterfahrungsgruppen waren von Anfang an umstritten. Welche verschiedenen Vorstellungen von Selbsterfahrung gibt es? Was wird kritisiert? Und was ist heute noch aktuell daran?
Mit
Katharina Lux arbeitet an der Universität Innsbruck und promoviert zur feministischen Zeitschrift Die Schwarze Botin. Sie ist Autorin und Redakteurin der Leipziger Zeitschrift outside the box.

Sprachgewalt. Frauen im Netz

Wikimedia Salon in der Reihe „Das ABC des Freien Wissens“. Ein Angebot von Wikimedia Deutschland e.V.
Podium
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Hörsaal 2091
Das Netz ermöglicht kollaborative Wissensprojekte wie Wikipedia, bringt aber auch Mechanismen sprachlicher Gewalt zutage, die eine echte Gefahr für Meinungsfreiheit und Vielfalt im Netz bedeuten. Die Herrschafts- und Machtstrukturen der analogen Welt wirken auch im Netz. Der Umgang mit ihnen erfordert jedoch medienspezifische feministische und antirassistische Strategien. Was brauchen wir, um die Vision von mehr Teilhabe, Gerechtigkeit und Repräsentation aller Menschen im Netz zu verwirklichen?
Mit
Anke Domscheit-Berg, Bundestagsabgeordnete und Netzaktivistin
Tarik Tesfu, Video-Macher, Feminist und Aktivist
Anatol Stefanowitsch, Sprachwissenschaftler, Autor „Eine Frage der Moral: Warum wir politisch korrekte Sprache brauchen“
Christina Dinar, Projektleitung debate//de:hate, Amadeu Antonio Stiftung
Moderation
Stefanie Lohaus, Publizistin, Chefredakteurin Missy Magazine

Frauenarbeit anders denken (für Frauen)

Ein Angebot des Frauenarchivs ausZeiten, Bochum
Workshop
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Raum 1.201
Die Bedingungen der Erwerbsarbeit sind ein zentrales Thema der zweiten Frauenbewegung. Der Workshop schlägt den Bogen vom Streik der Pierburg-Arbeiterinnen vor 45 Jahren, der Geschichte machte, über das Frauenmalochetreffen bis hin zur Vereinbarkeitsdebatte und der (angenommenen) Pflicht zur Selbstoptimierung heute. Wie lassen sich gesellschaftlich notwendige Arbeiten bewältigen? Welche Wünsche und Ideen haben wir, Arbeit anders zu denken und zu leben?
Mit
Malin Bode, Rechtsanwältin in Bochum, Redakteurin der feministischen Rechtszeitschrift STREIT, Frauen streiten für ihr Recht e.V.

Triumph der Frauen? The Female Face of the Populist & Far Right in Europe (in Englisch)

Ein Angebot der Friedrich-Ebert-Stiftung
Podium
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Hörsaal 2097
Rechtspopulistische und rechtsextreme Parteien haben in den letzten Jahren an Stärke gewonnen – auch im europäischen Wahljahr 2017 konnten sie weitere Erfolge verbuchen. Ein zentraler Aspekt der Studie „Triumph der Frauen?“ der Friedrich-Ebert-Stiftung ist das Verhältnis zu Frauenrechten und Geschlechterfragen sowie der Einbindung von Frauen in Führungspositionen, die reaktionäre und diversitätsfeindliche Agenden mit vorantreiben. Wie stellt sich die Rechte in Bezug auf Frauen in Europa auf?
Mit
Björn Klein, Historiker
Weronika Grzebalska, Soziologin und Vorstandsmitglied der polnischen Fachgesellschaft für Geschlechterstudien
Rachel Spicker, Sozialwissenschaftlerin und Mitarbeiterin der Fachstelle Gender, GMF & Rechtsextremismus der Amadeu-Antonio-Stiftung